Karl und Rosa werden immer aktueller

Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg – unerschütterliche Kämpfer gegen Krieg und Kapital. Ihr Vermächtnis: Der Hauptfeind steht im eigenen Land | Bild: DerRevolutionär (KI generiert)

Imperialistischer Krieg – Ausplünderungskrieg der Herrschenden

Die deutsche Jugend, bis hin zu den fast kriegsuntauglichen alten Veteranen, soll für die Kriegstreiber des Imperialismus ihr Leben opfern. Sie sollen in einem sich immer deutlicher abzeichnenden imperialistischen Krieg die Kastanien aus dem Feuer holen – nicht für sich selbst, sondern für die Herrschenden. Diese Kastanien sind Bodenschätze, fruchtbare Gebiete, Kapitalien und Kunstwerke.

 

Heinz Ahlreip – Autor und Redaktionsbeirat

 

 

Von Heinz Ahlreip 
29. August 2025 |

 

 

Ein imperialistischer Krieg ist stets ein Ausplünderungskrieg. Die Opfer bringen nicht die Profiteure, sondern die arbeitenden Menschen. Wie der Proletarier im Frieden primär nicht für sich selbst, sondern für Müßiggänger und ihre Gefolgschaft schuftet, so soll er auch im Krieg für die Interessen anderer sein Leben geben. Dabei werden massenhaft Menschen vernichtet – angebliche „Feinde“ ebenso wie die eigenen Soldaten.

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Verrat der Sozialdemokratie – Banner von Karl und Rosa erheben!

Die bürgerliche Journaille verschläft nicht zufällig, sondern bewusst, was geschieht. Sie betäubt das deutsche Volk. Umso mehr ist es an der Zeit, dass sich fortschrittliche Arbeiter und Bauern, Kommunisten und auch ehrliche Kleinbürger zusammenschließen – unter dem Banner von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Beide kämpften heldenhaft gegen den Ersten Weltkrieg. Ihre Worte bleiben unvergessen:

  • Rosa Luxemburg: „Die deutschen Sozialdemokraten sind die größten Schurken der Weltgeschichte.“

  • Karl Liebknecht: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“

Diese Sätze sind heute aktueller denn je. Sie entspringen den Qualen des Krieges von Millionen und Abermillionen und den Erkenntnissen, die Lenin daraus zog.

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Pistorius – ein neuer Noske

An der Spitze der Bundeswehr steht heute mit Boris Pistorius ein konterrevolutionärer Sozialdemokrat, der stark an Noske erinnert. Rosa Luxemburgs Urteil über die Sozialdemokratie gilt auch 80 Jahre nach Hitler: An der Spitze der deutschen „Wehrherrlichkeit“ sitzt ein Schurke im Sinne der Weltgeschichte. Ganz im Sinne der Offiziere, die aus demselben Holz geschnitzt sind.

Statt im Geiste des Sozialismus den imperialistischen Krieg in einen Bürgerkrieg zu verwandeln – was seine eigentliche Aufgabe wäre – treibt der Sozialdemokrat erneut die Kriegspolitik voran

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Der Hauptfeind im eigenen Land

Wenn Karl Liebknecht sagt: „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“, dann ist das eindeutig. Gemeint sind:

  • das Offizierskorps der Bundeswehr,

  • die Nachrichtendienste,

  • das Offizierskorps der Polizei,

  • die Spitzen des imperialistischen Staatsapparates.

All diese Institutionen bestehen nach dem Zweiten Weltkrieg in personeller Kontinuität aus Nazis – durchsetzt, getragen und geschützt vom System.

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Lehren aus der Oktoberrevolution

Die russische Revolution von 1917 und die Gesellschaft der Sowjetunion zeigten, wie man mit Schmarotzern verfährt. Die kleinbürgerlichen Parteien – Sozialrevolutionäre und Menschewiki – die durch die Februarrevolution an die Rätemacht gekommen waren, wurden durch die Oktoberrevolution gestürzt. Doch sie zogen nicht freiwillig ab, sondern entfachten einen blutigen Bürgerkrieg gegen die Revolutionäre.

Daraus müssen wir lernen: Auch hierzulande steht uns ein erbarmungsloser Bürgerkrieg bevor – gegen die größten Halunken der Weltgeschichte. Entweder wir erdrosseln die Sozialdemokraten, oder sie erdrosseln die Kommunisten!

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Abrechnung mit dem alten Offizierskorps

Ende der 1930er Jahre rechnete die Sowjetunion mit dem alten Offizierskorps ab. Viele Offiziere, deren Wurzeln bis in die zaristische Armee reichten, setzten ihre konterrevolutionären Verschwörungen fort und behandelten die Soldaten auf zaristische Weise. Mit solchen Typen war spätestens im Januar 1918 Schluss – durch die Auflösung der verfassungsgebenden Versammlung und später durch die Säuberung des Offizierskorps

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Überschussproduktion und Schmarotzerherrschaft

Generell gilt: Ein solches Gesindel wie Offizierskorps und Regierungsmannschaften kann nur existieren, wenn das Volk mehr produziert, als es selbst zum Leben braucht. Der Überschuss wird von den Schmarotzern angeeignet, damit sie besser leben können als die große Masse der Produzenten.

Die Verfügungsgewalt über Menschen und über die Überschussproduktion bedingen einander. Deshalb gilt: Gleicher Arbeitszwang für alle Mitglieder der Gesellschaft! Revolutionär durchgesetzt, ist dies der kürzeste Weg zum Abschneiden sämtlicher Regierungszöpfe und -köpfe.

 


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nm

Über Heinz Ahlreip 159 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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