Osterlamm und religiöse Verblendung
Die Tage vom dritten bis zum sechsten April 2026 stehen erneut im Zeichen des sogenannten Osterlamms. Seine religiöse Bedeutung wurzelt im Judentum ebenso wie im Christentum. Es soll Unschuld und Opferbereitschaft symbolisieren und angeblich sogar den „Sieg über den Tod“ verkörpern. In der christlichen Lehre wird es mit Jesus Christus gleichgesetzt, dem „Lamm Gottes“.

Von Heinz Ahlreip
4. April 2026 |
Solche Vorstellungen sind Ausdruck eines überholten Weltbildes, das dennoch bis heute fortlebt und gesellschaftlichen Einfluss beansprucht. Seit Jahrtausenden wird behauptet, dieses Lamm nehme die Sünden der Welt hinweg. Gleichzeitig bedienen sich die Imperialisten religiöser Bilder, um ihre Verbrechen zu bemänteln. Auch Figuren wie Putin nutzen Religion, um Völker zu täuschen und Soldaten zu mobilisieren. Sie spekulieren darauf, dass ihre Verbrechen im Jenseits vergeben würden, während das weiße Fell des Lamms als Symbol angeblicher Reinheit herhalten soll.
Die religiösen Institutionen unter ihrem Oberhaupt Leo XVI. inszenieren sich dabei als moralische Autorität, während sie tatsächlich zur ideologischen Betäubung der Massen beitragen. Religion zeigt, was Friedrich Engels bereits 1880 feststellte: Die Menschen sind noch nicht „Herren ihrer eigenen Art der Vergesellschaftung“. Erst jenseits der Klassengesellschaft können sie „Herren der Natur, Herren ihrer selbst“ werden.
.
Wehrpflicht, Jugend und Klassenkampf
Gleichzeitig treten Kräfte auf den Plan, die sich als vermeintliche Moralinstanz inszenieren, tatsächlich aber gegen die Interessen der Arbeiterklasse handeln. Sie agitieren gegen die allgemeine Wehrpflicht und versuchen, jede revolutionäre Perspektive zu unterdrücken.
Dabei ist die militärische Ausbildung der Arbeiterklasse kein Nebenaspekt, sondern ein Bestandteil revolutionärer Strategie. Das Erlernen des Waffenhandwerks unter bürgerlicher Führung ist notwendig, um dieses Wissen im entscheidenden Moment gegen die herrschende Klasse zu wenden. Wer diese Notwendigkeit leugnet, entwaffnet die Arbeiterklasse politisch wie praktisch.
Die Abhängigkeit vom US-Imperialismus darf nicht länger hingenommen werden. Offiziere, die sich diesem System andienen, stehen objektiv gegen die Interessen der Arbeiterklasse.
.
Die Lehren der Pariser Kommune
Lenin griff die Erfahrungen der Pariser Kommune auf und zitierte einen bürgerlichen Beobachter:
„Wenn die französische Nation nur aus Frauen bestünde, was wäre das für eine schreckliche Nation. Die Frauen und die Jugend vom 13. Jahr an kämpften während der Kommune neben den Männern, und es wird nicht anders sein in kommenden Kämpfen um die Niederwerfung der Bourgeoisie … Was sollen die proletarischen Frauen dagegen tun?? (Gemeint ist die Militarisierung/H.A.). Nur jeden Krieg und alles Militärische verwünschen, nur die Entwaffnung fordern? Niemals werden sich die Frauen einer unterdrückten Klasse, die revolutionär ist, mit solcher schändlichen Rolle bescheiden. Sie werden vielmehr ihren Söhnen sagen: „Du wirst bald groß sein, man wird dir das Gewehr geben. Nimm es und erlerne gut alles Militärische – das ist nötig für die Proletarier, nicht um gegen deine Brüder zu schießen, wie es jetzt in diesem Räuberkriege geschieht und wie dir die Verräter des Sozialismus raten, sondern um gegen die Bourgeoisie deines eigenen Landes zu kämpfen, um der Ausbeutung, dem Elend und den Kriegen nicht durch fromme Wünsche, sondern durch das Besiegen der Bourgeoisie und deren Entwaffnung ein Ende zu bereiten.“
(Lenin, Das Militärprogramm der proletarischen Revolution, Werke, Band 23, Dietz Verlag, Berlin, 1960, 77f.)
Diese Worte sind eindeutig. Der Pazifismus, wie er heute propagiert wird, ist keine Lösung, sondern eine ideologische Waffe zur Entwaffnung der Arbeiterklasse.
.
Gegen Sozialpazifismus und Entwaffnung
Lenin formulierte ebenso klar:
„Es genügt nicht, den Militarismus zu verwünschen, zu verfluchen, „abzulehnen“, seine Schädlichkeit mit der Kritik der Argumente zu beweisen, es ist dumm, den Dienst friedlich zu verweigern – es gilt, das revolutionäre Bewusstsein des Proletariats wachzuhalten, und zwar nicht nur im allgemeinen, sondern auch seine besten Elemente im konkreten dazu vorzubereiten, im Momente der höchsten Gärung im Volke sich an die Spitze der revolutionären Armee zu stellen“.
(Lenin, Ein Vortrag über die Revolution von 1905, Werke, Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960, 254)
Die Frage stellt sich klar: Wer von den heutigen pazifistischen Strömungen ist bereit, eine solche Rolle zu übernehmen? Wer bereitet sich ernsthaft darauf vor, die revolutionäre Führung zu übernehmen?
Die Antwort ist offensichtlich. Sozialpazifisten, kirchliche Moralprediger und Entwaffnungsanhänger verweigern diesen Schritt. Sie stehen damit objektiv auf der Seite der bestehenden Ordnung.
.
Bewaffnete Arbeiter statt frommer Illusionen
Nur eine politisch und militärisch organisierte Arbeiterklasse kann eine revolutionäre Perspektive entwickeln. Nicht religiöse Illusionen, nicht moralische Appelle und nicht pazifistische Träumereien beenden Ausbeutung und Krieg, sondern der bewusste, organisierte Klassenkampf.
Die Aufgabe ist klar: Entwicklung eines revolutionären Bewusstseins, Aneignung der notwendigen Mittel und Vorbereitung auf die entscheidenden Kämpfe. Alles andere führt in die Sackgasse der Anpassung.
________________________

Kostenlos abonnieren: https://t.me/Der_Revolutionaer
❗️Zensur gegen Kommunisten vorbeugen
Genossinnen und Genossen, unterstützt uns beim Aufbau eines kommunistischen Infokanals. Jede Weiterempfehlung stärkt die Stimme des Klassenkampfes..
________________________
.
.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar