
Klassenkampf als zentraler Emanzipationsprozess
Der Kern des praktischen und theoretischen Inhalts des Marxismus-Leninismus bildet sich in der Entfaltung der Hauptaufgabenstellung der Arbeiterklasse im Prozess ihrer widersprüchlichen Entwicklung als ein genuin antagonistischer Emanzipationsprozess gegen den im eigenen Land stehenden Hauptfeind, die Bourgeoisie, die es völlig zu vernichten gilt.
(Vergleiche Lenin, Staat und Revolution, Werke, Band 25, Dietz Verlag, Berlin, 1960, S. 425).
Auf diesen Punkt hin muss alles konzentriert werden – Tag und Nacht, beim Aufstehen, beim Atmen der Luft, zurzeit noch ein Gebrauchswert ohne Wert
(Vergleiche Karl Marx, Das Kapital, Werke, Band 23, Dietz Verlag Berlin, 1960, S. 55),
beim Einschlafen – muss alle Tätigkeit nur dieses Ziel zum Inhalt haben.
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Von Heinz Ahlreip
30. August 2025 |
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Militante Praxis und historische Rücksprünge
Die proletarische Revolution als tiefste aller Revolutionen muss aus der wissenschaftlich entwickelten Theorie in die klassenkriegerisch-imperialistische Gewaltpraxis militant umgesetzt werden. In der Epoche des klassischen Konkurrenzkapitalismus war dieser totale Klassenkrieg noch nicht ausgeprägt. Heute jedoch darf das Proletariat der antihumanistischen Bourgeoisie nicht lammfromm folgen – illegale Methoden sind unverzichtbar geworden.
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Die Bourgeoisie als scheinbar gemäßigte Gewaltmacht
Liberale und demokratische Politiker geben sich als Hüter der Zivilisation, doch sie schwimmen auf der Welle der Militarisierung ebenso wie reaktionäre Figuren. Der Klassenkrieg beginnt oft widersprüchlich – mit Rückgriffen auf vormoderne Zustände und sogar destruktive Reaktionen wie den Luddismus.
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Historische Entwicklung der proletarischen Bewegung
Das Proletariat durchläuft verschiedene Etappen.
„Im Anfang kämpfen die einzelnen Arbeiter, dann die Arbeiter einer Fabrik […] sie zerschlagen die Maschinen, sie stecken die Fabriken in Brand, sie suchen die untergegangene Stellung des mittelalterlichen Arbeiters wieder zu erringen.“
(Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke, Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960, S. 470).
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Theorie und Praxis im revolutionären Zusammenhang
Die marxistisch-leninistische Theorie entwickelt aus dem realen Klassenkrieg allgemeine, revolutionäre und spezifisch nationale Gesetzmäßigkeiten. Wer diese Gesetze lediglich auswendig lernt, verfehlt ihren Sinn – sie durchdringen sich in der Praxis und können nicht mechanisch abgearbeitet werden.
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Gefahr der Entstellung durch bürgerliche Denker
Bürgerliche Denker interpretieren Revolutionen statisch – ihnen fehlt die dialektische Kreativität. Marxisten erkennen: Nur wer die Welt verändert, kann sie auch richtig widerspiegeln. Daher ist das Bild des Klassenkampfes ein Bild in Bewegung – wie der Fluss bei Heraklit, in den niemand zweimal steigt.
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Der Kampf gegen konterrevolutionäre Ideologie
Konterrevolutionäre Kräfte versuchen, Bewegung zu stoppen, Fortschritt zu blockieren und die Vergangenheit über die Gegenwart herrschen zu lassen. In der bürgerlichen Gesellschaft ist lebendige Arbeit nur Mittel zur Vermehrung aufgehäufter Arbeit – im Kommunismus dagegen Mittel zur Entfaltung menschlicher Möglichkeiten. (Vergleiche a.a.O., S. 476).
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Die Rolle der Massenmedien im Dienste der Reaktion
Die bürgerlichen Massenmedien sind Werkzeuge zur Verschleierung. Sie stellen überholte Systeme wie den Kapitalismus als ewig und gottgegeben dar. In Wahrheit ist dieses System ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dessen Ende immer deutlicher sichtbar wird.
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Proletariat gegen Volksfeinde – klare Fronten
Die revolutionären Kräfte des Volkes – Arbeiter, Kleinbauern, fortschrittliche Kleinbürger – stehen reaktionären Kräften gegenüber: Großbourgeoisie, Großbauern (Kulaken) und Mittelstandsreaktionäre.
„Von allen Klassen, welche heutzutage der Bourgeoisie gegenüberstehen, ist nur das Proletariat eine wirklich revolutionäre Klasse.“
(a.a.O., S. 472)
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Verbrechen der Bourgeoisie in neuem Gewand
Die Bourgeoisie, einst revolutionäre Kraft gegen den Feudalismus, hat heute dessen Rolle übernommen: Verbrechen gegen die Menschlichkeit – jedoch nun getarnt im humanistischen Gewand. Die Dialektik der Geschichte zwingt die Reaktionäre, sich als Marxisten zu verkleiden.
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Worte und Taten der Bourgeoisie – ein Widerspruch
Bürgerliche Politiker sind an ihren Taten zu messen, nicht an ihren Worten. Auch falscher Marxismus – etwa in Form reiner Zitatkaskaden – ist zu entlarven. Er ist kein durchdachter Marxismus, sondern eine leere Hülle.
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Klassenkampf ist Kampf um das Ende der Geschichte
Es gibt eine Permanenz der proletarischen Revolution – aber auch eine Permanenz der bürgerlichen Konterrevolution.
Wer wen? Diese Frage bleibt, doch nicht ewig. Marxisten operieren mit der Erkenntnis der Vergänglichkeit, Kapitalisten mit der Illusion der Ewigkeit. Wer nicht „hart und grausam” gegen Kapitalisten ist, kann die Lage der Unterdrückten nicht ändern. Der Mittelweg ist von Anfang an eine Sackgasse.
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