Die wissenschaftlichen Fundamente einer Kritik an der AfD wurden im November 1847 gelegt

Einführung in die AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist die jüngste der derzeit im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Nach ihrer Gründung im Frühjahr (6. Februar 2013) in Oberursel (Taunus) scheiterte sie im September 2013 mit 4,7 % der gültigen gegenüber der Koalition aus CDU/CSU und SPD. Wählerstimmen nur knapp am Einzug in den Bundestag. Der AfD gelang ab diesem Zeitpunkt der Einzug ins Europaparlament, in alle Landesparlamente und zur 19. Legislaturperiode der Einzug in den Deutschen Bundestag. Sie stellt dort derzeit die stimmenstärkste Oppositionsfraktion.

Heinz Ahlreip

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Von Heinz Ahlreip 
12. Februar 2026 |

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Die fehlende wissenschaftliche Kritik

Die Fundamente einer gesellschaftswissenschaftlich tragbaren Kritik dieser faschistischen bzw. volksfeindlichen Partei wurden bisher nicht in Anwendung gebracht, dabei liegen sie seit dem November 1847, seit fast 170 Jahren, vor. Man braucht also nicht im Dunkeln zu tappen. Die gebildete deutsche Bourgeoisie, seit jeher konterrevolutionär ausgerichtet und verseucht bis in die Haarspitzen, doppelt ängstlich vor dem roten Proletariat und den benötigten Reserven faschistischer reaktionärer Hilfstruppen gegen es, also auch der AfD, liegen die Fundamente vor; sie kann diesen einzig richtigen Gang der deutschen Geschichte aber nicht gehen, will sagen: Sie hat kein Interesse an einer wissenschaftlichen Aufklärung und an dieser notwendig folgenden Parteiauflösung, wozu die juristischen Mittel des sogenannten Grundgesetzes durchaus hinreichend wären, aber der deutsche Imperialismus mit der Finanzbourgeoisie an der Spitze bestimmt die Politik, sie militarisiert derzeit das deutsche Volk und will es zu faschistischen Eroberungs- und Plünderungskriegen missbrauchen. Sie als imperialistische heuchelt zu einer gigantischen, kriegsmanipulativen Täuschung der Volksmassen liberalistische Tradition und Aktualität nur vor.

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Wissenschaftliche Fundamente der Kritik

Hier nun die wissenschaftlichen Fundamente einer Kritik der AfD: Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren. Unveränderte Beibehaltung der alten Produktionsweise war dagegen die erste Existenzbedingung aller früheren industriellen Klassen. Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von altehrwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen. Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel.

Karl Marx in seinem Arbeitszimmer in London. | ArchivPhoto

Überall muss sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen. Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden. An die Stelle der alten, durch Landeserzeugnisse befriedigten Bedürfnisse treten neue, welche die Produkte der entferntesten Länder und Klimate zu ihrer Befriedigung erheischen. An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.
(Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, Werke, Band 4, Dietz Verlag Berlin, 1960,465f.).

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Schlussfolgerung und Bezug zur Klassik

Und an dieser Weltliteratur sind wieder die Werke unserer Klassiker herausragend, die die perverse, bürgerliche Terrorgesellschaft ersetzen durch eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist und die uns zum Beispiel den wirklich faschistischen Charakter der AfD im Weltzusammenhang aufzeigen. Der Staat ist ein zu ernstes Ding, um zu einer Harlekinade gemacht zu werden, schrieb Marx im März 1843 an Arnold Ruge. Was sind die bürgerlichen Bücher zur AfD anderes als Harlekinaden?

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Über Heinz Ahlreip 166 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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