
Warum der Kulturbürger im Altbau nichts mit der Realität der Arbeiterklasse zu tun hat
In der politischen Landschaft der Bundesrepublik gibt es eine Figur, die in den letzten Jahren immer deutlicher hervortritt: der „Akademische-Townhouse-Hipster“. Er lebt in sanierten Altbauten, trinkt fair gehandelten Kaffee, schreibt gelegentlich in Feuilletons oder arbeitet als „Kreativer“ in irgendeiner Agentur – und sieht sich dabei als links, weltoffen und moralisch überlegen.
Von Heinrich Schreiber
14. Juli 2025 |
Genau auf diesen Typus zielt die Partei „Die Linke“ mittlerweile ab. Statt die Interessen der Arbeiterklasse zu vertreten, biedert sie sich einem kleinbürgerlich-akademischen Milieu an, das im Kern nichts anderes ist als eine modernisierte Variante der alten „Schöner-Wohnen-Fraktion“, die sich einst am linken Rand der SPD unter Björn Engholm versammelte. Heute heißen sie „urban-progressiv“ und gendern in Pressetexten, aber der Inhalt bleibt gleich: Reformwünsche statt Klassenkampf, Selbstverwirklichung statt sozialistischer Perspektive.
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Vom schlechten Gewissen zur Wahlurne
Auch Bündnis 90/Die Grünen sprechen exakt dieselbe Schicht an. Ihre Wähler beruhigen ihr Umweltgewissen mit Biofleisch aus Brandenburg und einem Kreuz auf dem Wahlzettel – aber überlassen die Folgen ihrer Politik anderen. Während sie von CO₂-Steuern und „nachhaltiger Transformation“ schwärmen, können Werktätige oft nicht mehr heizen, pendeln stundenlang aus dem Umland oder finden schlicht keine bezahlbare Wohnung mehr.
Der „Akademische-Townhouse-Hipster“ hat dafür keine Lösung – weil er selbst Teil des Problems ist.
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Die Realität: Not statt Neubau
Für die alleinerziehende Mutter, die 2025 in einer Großstadt eine Wohnung sucht, stellt sich nicht die Frage nach Genderstern oder Altbauästhetik. Sie fragt sich, wie sie mit 1.200 Euro Kaltmiete überleben soll. Der akademische Linksliberale dagegen diskutiert lieber, ob man „Arbeiter“ noch sagen darf, während das Proletariat unter steigenden Preisen, Lohndruck und Wohnungsnot zusammenbricht.
Die soziale Realität der Massen hat in diesen Kreisen keinen Platz. Ihre „linke“ Politik bleibt oberflächlich, elitär und im schlimmsten Fall frauenfeindlich – gerade weil sie echte Probleme ignoriert und sich hinter gendergerechten Sprachregelungen versteckt.
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Linke Politik ohne Klasse ist keine
Wer sich wirklich für das Proletariat einsetzen will, darf sich nicht auf die Ästhetik der gut situierten Stadtteile verlassen. Es braucht eine Politik, die sich an den materiellen Interessen der Werktätigen orientiert – an ihren Löhnen, Mieten, Arbeitsbedingungen und Lebensrealitäten.
Die Linke, wie sie sich heute präsentiert, hat sich von dieser Aufgabe verabschiedet. Sie dient einem Milieu, das sich im System eingerichtet hat und nichts vom revolutionären Bruch wissen will.
Doch genau dieser Bruch ist notwendig. Nicht gendergerechte Sprache, nicht akademische Debatten, sondern der Sturz der Klassenherrschaft – das ist der Weg zur Befreiung der Arbeiterklasse.
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Die Antwort von uns Kommunisten bleibt:
Klassenkampf statt Kulturbetrieb.
Organisierung statt Lifestyle.
Sozialismus statt Townhouse.
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