Krieg entlarvt die Schwäche der Supermacht

Zerstörung, Ressourcenverschleiß und ökonomische Erschütterungen zeigen, dass der imperialistische Krieg nicht nur militärische Stärke demonstriert, sondern die inneren Widersprüche des Systems offenlegt und seine Grenzen sichtbar macht. | Photo: © DIE ROTE STIMME (KI generiert)

Es mag zynisch klingen:
Der Konflikt macht die Krise des US-Imperialismus sichtbar

 

Die aktuellen Entwicklungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran zeigen nicht nur militärische Verluste, sondern legen die strukturellen Schwächen des imperialistischen Systems offen. Was sich hier abzeichnet, ist keine vorübergehende Krise, sondern Ausdruck der inneren Widersprüche des Kapitalismus in seiner höchsten Phase.

Die enorme Zerstörung von Material, die Überdehnung der Lieferketten und die Abhängigkeit von strategischen Rohstoffen zeigen deutlich, dass selbst die stärkste imperialistische Macht nicht unabhängig agieren kann. Die USA sind auf globale Produktionsketten angewiesen, die sie politisch kontrollieren wollen, aber ökonomisch nicht vollständig beherrschen.

Besonders deutlich wird der Widerspruch in der Kriegsführung selbst. Hochentwickelte und teure Waffensysteme stoßen auf einfache, kostengünstige Mittel, die sie nicht effizient bekämpfen können. Hier zeigt sich die Grenze eines Systems, das auf Profitmaximierung statt auf gesellschaftliche Rationalität ausgerichtet ist.

Gleichzeitig wird sichtbar, dass der Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld geführt wird. Er greift direkt in die Wirtschaft ein, erschüttert die Stabilität des Dollars und verschärft die Konkurrenz zwischen den imperialistischen Zentren. Die Abhängigkeit von seltenen Erden und globalen Lieferketten macht deutlich, dass kein imperialistischer Staat autark ist.

Der Krieg offenbart damit eine grundlegende Wahrheit. Der Imperialismus ist nicht nur kriegerisch, sondern auch instabil. Er produziert ständig Krisen, die er selbst nicht lösen kann, ohne neue Konflikte zu erzeugen.

Für die werktätige Klasse bedeutet das, dass sie sich nicht von der militärischen Stärke einzelner Mächte täuschen lassen darf. Hinter der Fassade steht ein System in der Krise. Diese Krise eröffnet keine automatische Lösung, aber sie zeigt die Notwendigkeit einer grundlegenden gesellschaftlichen Veränderung.

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Nachfolgende Aufstellung entnahmen wir:
R.T. Niemeyer

 

1️⃣ Radar-Blindstellen im Golf (https://t.me/newrulesgeo/1660) — Der Iran hat 12 US-/verbündete Radarsysteme außer Gefecht gesetzt, darunter AN/TYP-2- und AN/PS-132-Einheiten im Wert von bis zu 200 Millionen US-Dollar pro Stück, wodurch wichtige Stützpunkte vom Irak bis nach Bahrain teilweise blind sind und Lücken in der Überwachung, Abfangung und dem Schutz der Energiekorridore aufgedeckt werden.

 

2️⃣ Heliummangel trifft KI und Verteidigung (https://t.me/newrulesgeo/1672) — Störungen in Katar führten zu einem monatlichen Verlust von über 5 Millionen Kubikmetern Helium, was die Halbleiterproduktion und Luftfahrtsysteme lahmlegte; mit nur etwa 45 Tagen verfügbarer Lagerung bedroht der Mangel direkt die US-Technologie- und Militärproduktion.

 

3️⃣ Auszehrung des Tomahawk-Bestands (https://t.me/newrulesgeo/1666) — Rund 300-400 Tomahawks wurden in Tagen eingesetzt, über 10 % des Bestands sind verschwunden, während die Produktion bei etwa 90 pro Jahr stagniert; dies hinterlässt eine wachsende Lücke in der Langstreckenangriffsfähigkeit, die besonders für ein Taiwan-Szenario relevant ist.

 

4️⃣ Kostspielige Raketenkriegsfalle (https://t.me/newrulesgeo/1643) — Über 6.000 Angriffe und 2.000 Abfangsysteme in Tagen zeigen ein nicht nachhaltiges Modell: Millionen Dollar teure Raketen werden gegen billige Drohnen eingesetzt, wodurch die Lagerbestände schneller aufgebraucht werden, als die Industrie sie ersetzen kann.

 

5️⃣ Krise der Seltenen Erden-Abhängigkeit (https://t.me/newrulesgeo/1615) — US-Waffen sind auf von China kontrollierte Mineralien wie Dysprosium und Gallium angewiesen; der Wiederaufbau zerstörter Systeme kann Jahre dauern, was Peking einen Einfluss darauf gibt, wie lange US-Operationen fortgesetzt werden können.

 

6️⃣ Wirtschaftlicher Schock und Dollar-Fragilität (https://t.me/newrulesgeo/1610) — Kriegsbedingte Versorgungsschocks, steigende Schulden und Anlegerunsicherheit schwächen das Vertrauen in die US-Wirtschaft, mit wachsenden Bedenken hinsichtlich der langfristigen Dollar-Stabilität.

 

7️⃣ Drohnenkriegsführungs-Lücke (https://t.me/newrulesgeo/1609) — Irans billige, skalierbare UAVs übertreffen teure US-Systeme; Washington gibt Millionen für die Abfangung von Drohnen aus, die einen Bruchteil kosten, was eine wachsende Diskrepanz in der Wirtschaftlichkeit moderner Kriegsführung aufzeigt. 

 

8️⃣ Grenzen der Verteidigungsindustrie offenbart (https://t.me/newrulesgeo/1680) — Präzisionswaffen wurden in Rekordtempo verbrannt, mit über 16 Milliarden US-Dollar in den ersten Tagen, während Arbeitskräftemangel und Lieferkettenengpässe ein schnelles Auffüllen verhindern und eine Verlagerung von Vermögenswerten von Asien in den Nahen Osten erzwingen.

 

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