Der gegenwärtige Antikommunismus.

»Die Idee vom «richtigen» Sozialismus ist ein Irrglaube, der niemals stirbt. Unsere Zeit verzeichnet ein gedankliches Comeback des Sozialismus. Weshalb wollen so viele Intellektuelle aus den mannigfachen Beispielen, wo mehr Kapitalismus zu mehr Wohlstand führte, keine Lehre ziehen?«

Vgl. Neue Zürcher Zeitung *

Gastbeitrag und Kommentar von Reinhold Schramm – 28. Oktober 2021 |

Diese Behauptung ist falsch: „wo mehr Kapitalismus zu mehr Wohlstand führte“.

Heute befinden sich alle Länder und Regionen der Welt im Feudalismus und Kapitalismus. Selbst im wirtschaftlich erfolgreichen Kapitalismus der VR China vergrößert sich die soziale Differenz einer kapitalistischen Bourgeoisie und Elite zur großen Mehrheit der chinesischen Bevölkerung. Immer noch leben etwa 600 Millionen Chinesen, pro Person und Tag, von jeweils nicht mehr als 2,- Euro (durchschnittlich am Tag). Dass keiner mehr verhungern muss, das ist kein Beweis für ein Ende der Ausbeutung im Kapitalismus chinesischer und internationaler Prägung.

Vom weltweiten Kapitalismus profitieren lediglich rund 20 Prozent der Menschheit (1,5 Mrd.). Aber rund 80 Prozent der Menschheit bleiben von den Früchten (vor allem) ihrer Erwerbsarbeit ausgeschlossen. Infolge der (vorgeblichen) Pandemie in allen kapitalistischen Ländern und Regionen hat die Massenarmut für die Mehrheit der Menschheit zugenommen. Ebenso wie der Mangel an Nahrungsmittel für rund 1000 x Millionen Menschen, weltweit.

Im Gegensatz zur großen Mehrheit der Menschheit hat auch in den zurückliegenden Krisen der Reichtum für eine globale Minderheit der Finanz- und Monopolbourgeoisie, der Groß- und Hauptaktionäre, der Multimillionäre und Milliardäre gewaltig zugenommen.

Selbst im bundesdeutschen und Schweizer Schlaraffenland und Konsumparadies hat der Wohlstand und das Kapitalvermögen gewaltig zugenommen. Aber für einen großen Teil der eigentumslosen Erwerbsbevölkerung eben doch nicht [das Auto für die Fahrt zum Arbeitsplatz und die Kücheneinrichtung sollten wir hier nicht als vergleichbares Privateigentum betrachten].

* Vgl. Die Idee vom «richtigen» Sozialismus ist ein Irrglaube (nzz.ch)

https://www.nzz.ch/meinung/die-idee-vom-richtigen-sozialismus-ist-ein-irrglaube-der-niemals-stirbt-ld.1651247

Slavoj Zizek: Die Linke solle endlich den sozialistischen Traum eines «gerechten» Kapitalismus aufgeben und radikalere, «kommunistische» Massnahmen ergreifen. Ziel: «Die gegnerische Klasse muss zerstört werden.»

Von Clara Zetkin: “Der Pazifismus ist seinem Wesen nach bürgerliche Sozialreform, ist eine spezifische Form der bürgerlichen Sozialreform und ebenso ohnmächtig wie diese, die Widersprüche, Gegensätze und Übel des Kapitalismus zu überwinden.“

“Um sich von der Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien, muss die Arbeiterklasse der Bourgeoisie nicht bloß die Produktionsmittel des Lebens entreißen, sondern auch die Produktionsmittel des Todes. Gewalt lässt sich nicht wegdiskutieren und nicht wegbeten. Gewalt kann nur durch Gewalt gebrochen werden. Das sprechen wir Kommunisten offen aus, nicht weil wir ‘Anbeter der Gewalt’ sind, wie sanfte bürgerliche und sozialdemokratische pazifistische Gemüter uns beschuldigen. Nein, wir beten die Gewalt nicht an, jedoch wir rechnen mit ihr, weil wir mit ihr rechnen müssen. Sie ist da und spielt ihre geschichtliche Rolle, ob wir wollen oder nicht.

Es fragt sich nur, ob wir sie widerstandslos erdulden oder ob wir sie kämpfend überwinden wollen.“

Quelle: Clara Zetkin, Gegen den Pazifismus. Aus der “Kommunistischen Fraueninternationale“ 1922, S. 13/14.

21.10.2021, Reinhold Schramm (Zusammenfassung)

.

Hier geht es zum letzten Artikel von Reinhold Schramm: 

Was ist politisch Links in Deutschland?

________________________

Für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor bzw. die Autorin verantwortlich.
Dabei muss es sich nicht grundsätzlich um die Meinung
der Redaktion des Magazins DER REVOLUTIONÄR handeln.
________________________

.

Der Der Revolutionär ist ursprünglich als Der-Heinrich-Schreiber-Blog ins Leben gerufen worden, um über aktuelle Themen aus marxistisch-leninistischer Sicht zu berichten bzw. diese zu kommentieren.

Leider ist die bestehende Sichtweise über den Weg zum Sozialismus vielfach verfälscht, gelegentlich auch revisionistisch unterwandert und hat mit einer kommunistischen Ideologie wenig, gelegentlich auch gar nichts mehr zu tun.

Daher stellt dieses OnlineMagazin kommunistische Weltanschauung zur Diskussion. Viele Autoren, auch die Redaktion, befinden sich heute, durch unsere Altersstufe bedingt, im Ruhestand. Wir alle möchten aber unsere Erfahrungen als frühere „Parteikader“ weitergeben. Diese haben wir in der marxistisch-leninistischen Parteiarbeit und politischen Auseinandersetzung der 1970er und 80er Jahre gesammelt. Meinungsartikel und Gastbeiträge – auch wenn sie gelegentlich von der Meinung der Redaktion abweichen –  sorgen für ein breites Meinungs- und Informationsspektrum.

.

Ihr könnt dies Magazin unterstützen, indem ihr:

  • Freunden, Bekannten, Kollegen und Gleichgesinnten
    von diesem OnlineMagazin DER REVOLUTIONÄR erzählt;
  • Einen Link zu diesem Magazin an sie versendet;
  • Die jeweiligen Beiträge teilt oder mit einem Like verseht; 
  • Eine Empfehlung in den sozialen Medien postet;
  • Die Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit durch Artikel,
    Leserbriefe, Videoberichte und Kritiken unterstützt,
    gerne auch als Gastartikel oder Volkskorrespondent;
  • Unsere Seite bei Facebook mit einem Like  verseht;
    (
    https://www.facebook.com/DerRevolutionaer);
  • Folgt dem Magazin bei Twitter ( https://twitter.com/HSintern ).

.

Über Gastartikel 66 Artikel
Gastbeiträge geben nicht grundsätzlich die Ansicht des OnlineMagazins wieder. Die Voraussetzung für Gastbeiträge sind, sie dürfen nicht über rassistische, faschistische oder antikommunistische Inhalte verfügen. Für die Inhalte des Gastbeitrages ist der Autor selber verantwortlich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*