Die Gesetzmäßigkeit der Geschichte

Die Krise des Kapitalismus erscheint als Chaos, doch sie folgt klaren Gesetzmäßigkeiten. Was die bürgerliche Ideologie verschleiert, wird im Verlauf der Geschichte sichtbar: Ausbeutung, Krieg und ideologische Verwirrung sind kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems in der Krise. | Photo: © DerRevolutionär (KI generiert)

Zunehmende ideologische Verrohung

Die Irreführung der Volksmassen durch die bürgerlich faschistische und bürgerliche Ideologie hat in den letzten vier Jahren stark an Aggressivität zugenommen. Allgemein wird von einer zunehmenden Verrohung der Sitten gesprochen. Nicht zufällig fällt dies mit der angeblichen Zeitenwende durch den Krieg um die Ukraine zusammen.

 

 

      Heinz Ahlreip 

 

 

Von Heinz Ahlreip 
20. März 2026 |

 

 

Seit dem unwiderruflichen Absinken der Bourgeoisie auf einen historisch absteigenden Ast, auf die Rutschbahn der Dekadenz etwa um das Jahr 1900, gehört es zum festen Bestandteil der ideologischen Manipulation, die Wirklichkeit entweder als bloße Empirie oder als chaotisches Nebeneinander von Erscheinungen darzustellen. Die bürgerliche Ideologie ist zunehmend darauf ausgerichtet, eine den Ausbeutungsinteressen entsprechende, deformierte Wirklichkeit zu präsentieren.

Der Haupttenor dieser dekadenten Ideologie besteht heute darin, dass die Gesellschaftswissenschaften angeblich keine grundlegenden, klassenspezifischen Gesetzmäßigkeiten erkennen können. Bereits 1865 rief der bürgerliche Philosoph Liebmann „Zurück zu Kant“ und lieferte damit dem Revisionismus Argumente. Heute ist die bürgerliche Ideologie so von Dekadenz durchzogen, dass sie nicht einmal mehr zu diesem Standpunkt zurückkehren kann.

Verhinderung von Erkenntnis

Es soll verhindert werden, dass insbesondere die Arbeiterklasse die innere Gesetzmäßigkeit der Wirklichkeit erkennt. Dazu gehören vor allem die Gesetze der Ausbeutung durch die Bourgeoisie. Diese Aufgabe übernimmt die bürgerliche Presse ebenso wie sogenannte Pseudo Marxisten.

Die sogenannte Zeitenwende hat die Verzerrung der Wirklichkeit weiter verschärft. Die imperialistische Kriegswirklichkeit wird ideologisch vorbereitet. Die Bevölkerung wird durch eine Mischung aus Lüge, Halbwahrheit und verzerrten Darstellungen auf das Chaotische und Anarchische des Krieges eingestimmt.

Seit Jahrzehnten verbreitet die Bourgeoisie, insbesondere durch Jürgen Habermas, das Bild einer neuen Unübersichtlichkeit. Unter dem Vorwand der Orientierung an Fakten wird gerade durch die Betonung einzelner Fakten die Erkenntnis objektiver Zusammenhänge verstellt.

Angriff auf das Wertgesetz

Der deutschstämmige russische Wirtschaftswissenschaftler und Politiker Peter Struve, der zeitweise als Marxist auftrat, entwickelte sich rasch zu einem liberal konservativen Ideologen. In seinem Werk „Wirtschaft und Preis“ behauptete er, der Preis sei real, während der Wert keine objektive Grundlage habe und ein Wertgesetz nicht existiere.

Diese Auffassung wurde von Lenin entschieden zurückgewiesen. Der Preis ist nicht vom Wert zu trennen, sondern Ausdruck des Wertgesetzes. Der Wert bildet die Grundlage der Preisbewegung als gesellschaftlich bestimmte Erscheinung.

Das scheinbar zufällige Austauschverhältnis erweist sich in Wirklichkeit als ein stabiles gesellschaftliches Verhältnis. Es existiert eine objektive Ordnung, die von bürgerlichen Ideologen geleugnet wird. Wie Engels bereits 1895 feststellte, sind die Revolutionäre die eigentlichen Vertreter dieser Ordnung.

Ideologische Vorbereitung des Krieges

Das Leugnen des Wertgesetzes im Kapitalismus begann bereits während des Ersten Weltkrieges. Heute, im Zuge der Vorbereitung neuer imperialistischer Konflikte, erreicht diese Entwicklung eine neue Stufe.

Im Kontext wachsender Aufrüstung und drohender globaler Kriege werden Wissen und Produktivkräfte gezielt verzerrt und zerstört. Die ideologische Manipulation dient dazu, die wirklichen Zusammenhänge zu verschleiern und die Bevölkerung auf kommende Konflikte vorzubereiten.

 

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Über Heinz Ahlreip 172 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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