Die Widersprüche des Kapitalismus: Eine marxistisch-leninistische Analyse in Zeiten der Krise

Arbeiter mit Marx’ Werk inmitten der Menge – Symbol für den revolutionären Klassenkampf gegen die Bourgeoisie | Beitragsbild: © DerRevolutionär (KI generiert)

Einleitung: Die Fäulnis des Kapitalismus

 

 

Was ich noch sagen wollte

Von Heinrich Schreiber
Dienstag, 10. Februar 2026 |

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

in einer Zeit, in der der Kapitalismus seine Fäulnis offenkundig macht, erinnern wir uns an die unerschütterlichen Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Wie Stalin in seinen „Grundlagen des Leninismus“ treffend feststellte:

„Weil der Imperialismus die Widersprüche des Kapitalismus bis zum höchsten Grad, bis zu den äußersten Grenzen steigert, jenseits deren die Revolution beginnt.“

Der Marxismus-Leninismus enthüllt die inneren, antagonistischen Widersprüche des Kapitalismus als unaufhaltsame Kräfte, die zu seinem Untergang führen werden. Diese Widersprüche, geprägt von der dialektischen Materialismus, sind nicht reformierbar – sie verlangen die revolutionäre Umwälzung durch das Proletariat. Heute, im Jahr 2026, manifestieren sie sich in der bundesdeutschen Realität mit brutaler Klarheit: Wirtschaftliche Stagnation, Streiks und imperialistische Aufrüstung. Lasst uns diese Widersprüche beleuchten, ergänzt um aktuelle Beispiele aus 2025/26, die die Dringlichkeit des Klassenkampfs unterstreichen.

Die zentralen Widersprüche im Überblick

1. Der grundlegende Widerspruch: Zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen

Die Produktivkräfte – Arbeitskräfte, Technologie und Maschinen – entwickeln sich dynamisch, doch die kapitalistischen Produktionsverhältnisse, basierend auf Privateigentum und Lohnarbeit, blockieren diese Entwicklung. Dies führt zu Stagnation und Krisen, die nur durch Revolution gelöst werden können.

In Deutschland 2025/26 zeigt sich dies exemplarisch: Trotz hochentwickelter Industrie stagniert das BIP seit 2023, mit nur 0,2 % Wachstum 2025 und einer drohenden Rezession 2026. Dauerkrisen (Coronabetrug, Ukraine-Krieg, US-Zölle) haben fast eine Billion Euro gekostet, Insolvenzen auf ein 20-Jahres-Hoch getrieben und die Industrieproduktion auf Pandemie-Niveau gedrückt. Die Politik, wie der „Merz-Plan“ für 2026, versucht mit Schein-Reformen, sein schlechtes Image zu verbessern, wird aber durch private Interessen gelenkt (z. B. BlackRock), ein klares Zeichen, dass der Kapitalismus die Produktivkräfte fesselt.

2. Der antagonistische Klassenwiderspruch: Bourgeoisie vs. Proletariat

Der Kapitalismus lebt von der Ausbeutung des Proletariats durch die Bourgeoisie, die den Mehrwert aneignet. Dieser unversöhnliche Klassenkampf verschärft sich durch Kapitalkonzentration und Verelendung der Arbeiterklasse. Der Staat dient als Werkzeug der Herrschenden.

Aktuell in Deutschland: Die Einkommensungleichheit explodiert (Gini-Koeffizient 0,310 2025*, Armutsquote 17,7 % mit 13,3 Mio. Betroffenen). Dies eskaliert in massiven Streiks 2026: Verdi und DBB organisieren Warnstreiks im öffentlichen Dienst (Uni-Kliniken, Nahverkehr, Schulen), fordern Lohnsteigerungen gegen Inflation – der Staat blockt, Arbeitgeber fordern Streikrecht-Einschränkungen. Der ÖPNV-Streik am 2. Februar 2026 lähmte Busse und Bahnen bundesweit, ein direkter Ausdruck des Klassenkampfs.

3. Widerspruch zwischen sozialer Produktion und privater Aneignung

Die Produktion ist sozialisiert, doch Profite werden privat angeeignet – dies erzeugt Anarchie, Überproduktionskrisen und Kriege.

Beispiel: Die Kartoffel-Überproduktion 2025 (13,4 Mio. Tonnen Überschuss) führt zur Vernichtung von Ernten, statt Bedürfnisse zu decken – pure Profitlogik. In der Industrie: Überkapazitäten durch „grüne Transformation“ und globale Ketten drücken Preise, verursachen Insolvenzen (11.900 im 1. HJ 2025) und Stagnation. Die Politik subventioniert Bauern, verstärkt aber die Anarchie.

4. Imperialistische Widersprüche

Im Imperialismus verschärfen sich Ungleichheiten, führen zu Kriegen um Neuaufteilung der Welt. Kriege sind unvermeidlich unter Privateigentum.

In Deutschland: Rekord-Militärausgaben (86 Mrd. Euro 2025, Steigerung auf 152 Mrd. bis 2029, NATO-Ziel 5 % BIP) dienen imperialer Neuaufteilung (Ukraine-Krieg, US-Zölle). Dies belastet die Wirtschaft, während Monopole (Rüstung) profitieren – die Politik priorisiert Imperialismus über soziale Bedürfnisse.

Die Gegenwehr der herrschenden Klasse:
Repression und Systemerhalt

Diese Beispiele aus 2025/26 unterstreichen die Aktualität: Krisen, Streiks und Militarisierung treiben den Systemwechsel voran. Sie enthüllen die Agonie des Kapitalismus und mobilisieren das Proletariat. Doch die herrschende Klasse – Bourgeoisie und ihr Staat – unternimmt alles, um das System von Lohnarbeit und Kapital aufrechtzuerhalten. Sie setzt auf Repression, um den Klassenkampf zu ersticken und die Revolution zu verhindern.

Beispiele: Die Militarisierung dient nicht nur imperialen Zielen, sondern lenkt von inneren Krisen ab und stärkt innere Kontrolle – 108 Mrd. Euro für Verteidigung 2026 finanzieren Rüstungskäufe von 50 Mrd. Euro, während Sozialausgaben gekürzt werden. Streiks werden bekämpft: Arbeitgeber fordern Streikrecht-Einschränkungen, der Staat setzt auf Polizei gegen Demonstranten, wie bei den ÖPNV-Streiks 2026. Links Stehende und Gewerkschaften erleben Kündigung von Bankkonten, oder alternativ, Ausschluss von Finanzdienstleistungen: Konten der Roten Hilfe wurden 2025 gekündigt, ein Angriff auf zivilgesellschaftliche Solidarität. Der rechte Aufstieg setzt Gewerkschaften unter Druck, mit dem Versuch Gewerkschaften plattzumachen (Union Busting) und Repression gegen aktive Beschäftigte. Die Einschränkung der Meinungsfreiheit ist nur ein Beispiel zur Fundamentierung der Klassenherrschaft: UN-Expertin Irene Khan warnte 2026 vor Angst vor Äußerungen, Kriminalisierung propalästinensischen Aktivismus und pauschalen Verboten von Slogans unter „Extremismus“-Vorwand, Maßnahmen, die Debatten einschränken und Polarisierung fördern. US-Reports werfen der EU Manipulation vor, inklusive Deutschlands. Repression gegen Palästina-Solidarität (z.B. Ausladungen, Verbote) zielt auf politisch links Stehende ab, um Kritik an Imperialismus zu ersticken.

Schluss: Der Weg zur Revolution

Genossinnen und Genossen, der Kapitalismus ist eine transitorische, krisenhafte Formation, seine Widersprüche machen den Sozialismus unausweichlich. Doch nur durch organisierten Klassenkampf, durch Streiks, Demonstrationen und eine revolutionäre, bolschewistische Partei können wir siegen. Lasst uns 2026 den Kampf verstärken: Für die Diktatur des Proletariats, gegen Ausbeutung und Imperialismus!

Daher in diesem Sinne und nicht vergessen:

Hoch die Faust und mutig vorwärts
dieser Staat muss zertrümmert werden

Euer 
Heinrich Schreiber

 

________________________

Der Gini-Koeffizient (auch Gini-Index genannt) ist ein statistisches Maß, das die Ungleichheit in der Verteilung von Einkommen, Vermögen oder anderen Ressourcen in einer Gesellschaft quantifiziert. Er wurde vom italienischen Statistiker Corrado Gini entwickelt und wird in der Ökonomie häufig verwendet, um Einkommensungleichheit zu messen. Der Wert liegt zwischen 0 und 1 (oder 0 % bis 100 % als Index): Ein Wert von 0 bedeutet perfekte Gleichheit (alle haben dasselbe Einkommen), ein Wert von 1 bedeutet perfekte Ungleichheit (eine Person besitzt alles, die anderen nichts). Je höher der Gini-Koeffizient, desto ungleicher die Verteilung.

________________________

 

Wir Kommunisten wollen den Kapitalismus stürzen und nicht verschönern! | Photo: © DerRevolutionär (KI generiert).n

mm

Über Heinrich Schreiber 264 Artikel
Als inzwischen „Best Ager", ist die berufliche Vita schon etwas umfangreicher. Gelernter Photokaufmann, tätig als Werkzeug- und Kopierschleifer im Einzelakkord, aber auch viele Jahre als selbständig tätiger  Wirtschaftsberater waren Heinrich's beruflichen Herausforderungen. Bereits im Alter von 13 Jahren ist Heinrich mit Polizeigewalt bei einer Demonstration in der Kieler Innenstadt in Berührung gekommen. Hintergrund war der Schahbesuch 1967 in Berlin und die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch die Berliner Polizei. Das hat ihn sehr früh politisiert und seine zukünftigen Aktivitäten als Jugendvertreter und in der Gewerkschaftsjugend, in der Roten Garde Kiel/ML und später KPD/ML waren daraufhin logische Konsequenz. Heinrich ist Vater von vier erwachsenen Kindern und begleitet das politische Geschehen mit Berichten und Kommentaren aus marxistisch-leninistischer Sicht.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*