Geschönte Zahlen, geschundene Wahrheit – Habecks Wirtschaftsmärchen und der Klassenbetrug der „grünen“ Bourgeoisie

Geschönte Zahlen, geschundene Wahrheit – Habecks Wirtschaftsmärchen und der Klassenbetrug

Wirtschaft im freien Fall – aber nur hinter verschlossenen Türen

Die Illusion ist geplatzt – die Realität hat sich mit voller Wucht ihren Weg gebahnt. Das Bruttoinlandsprodukt ist 2023 nicht um 0,1 %, sondern um 0,7 % geschrumpft. Und für 2024 sieht es nicht besser aus. Auch hier musste das Statistische Bundesamt seine Zahlen korrigieren – von einem Rückgang von 0,2 % auf nun 0,5 %. Wer jetzt von „kleinen Anpassungen“ spricht, betreibt bewusste Irreführung. Das ist kein Zahlendreher, das ist Klassenkrieg von oben.

 

Von Heinrich Schreiber
20. September 2025 | 

 

Der grüne EX-Minister der Täuschung

Wirtschaftsminister Habeck, der schon mit seiner grotesken Bemerkung über Firmen, die „aufhören zu produzieren“, statt pleitezugehen, den Charakter seiner Politik offenbart hat, steht exemplarisch für die neue Bourgeoisie: moralisch maskiert, ideologisch getarnt, aber zutiefst verankert im Klasseninteresse der Besitzenden. Seine Amtszeit fällt zusammen mit der systematischen Verschleierung einer schleichenden Deindustrialisierung. Während Fabriken schließen, Standorte abwandern und ganze Branchen in den Ruin getrieben werden, verkauft die Regierung das als „Transformation“. In Wahrheit ist es der kontrollierte Abriss produktiver Kapazitäten zugunsten spekulativer, staatsabhängiger Großkonzerne.

.

Zahlen, die lügen – im Auftrag des Kapitals

Die nachträgliche Korrektur durch das Statistische Bundesamt ist kein bedauerlicher Fehler, sondern Methode. In einem System, das auf Ausbeutung, Verschleierung und Täuschung gründet, ist auch die Statistik kein neutrales Werkzeug. Die bürgerliche Wissenschaft ist nie objektiv – sie dient den Herrschenden. Und wenn ein Minister wie Habeck mit seinen Zahlen „arbeitet“, dann nie, um Aufklärung zu betreiben, sondern um politische Fiktionen zu erzeugen, auf deren Grundlage Milliarden in Konzernsubventionen umgeleitet und Sozialkürzungen legitimiert werden.

.

Milliarden für Konzerne – Schulden für das Volk

Staatliche Förderprogramme, Subventionen, Haushaltspolitik – sie alle stützten sich auf diese geschönten Daten. Die Folgen? Milliarden an öffentlichen Geldern fließen in Strukturen, die der Kapitalverwertung dienen, nicht den Werktätigen. Währenddessen werden Sozialausgaben gekürzt, Renten gedeckelt und das Bildungssystem kaputtgespart. Die Ampelregierung spielt Monopoly mit den Lebensgrundlagen von Millionen – doch das Spielbrett gehört den Konzernen.

.

AfD: Rechte Kritik ohne Klassenstandpunkt

Wenn nun selbst ein rechter Demagoge wie Peter Boehringer von „Bilanzfälschung“ spricht, dann heißt das vor allem eins: Die Realität ist so offensichtlich, dass selbst die bürgerliche Rechte nicht umhinkommt, sie zu benennen. Doch wer glaubt, dass von dieser Seite eine Lösung kommt, irrt gewaltig. Was heute kritisiert wird, kann morgen unter nationalistischen Vorzeichen gerechtfertigt werden. Die AfD bleibt ein Projekt der Reaktion – kein Verbündeter, sondern ein weiteres Werkzeug der Bourgeoisie.

.

Klassenbewusste Antwort: Der Bruch mit dem System

Der Fall Habeck ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck eines Systems, das auf Lüge, Täuschung und Herrschaft basiert. Die Zahlen wurden frisiert, weil die Wahrheit das Vertrauen in den bürgerlichen Staat gefährdet hätte. Doch dieses Vertrauen verdient dieser Staat nicht. Was wir brauchen, ist nicht eine neue Regierung oder ein „ehrlicherer“ Minister – wir brauchen die Zerschlagung dieser Ordnung, die auf Täuschung beruht, und den Aufbau einer sozialistischen Wirtschaft unter Kontrolle der Arbeiterklasse..

Glaubt ihnen kein Wort –
Organisiert euch!
Kämpft!

 

Arbeiter mit Marx’ Werk inmitten der Menge – Symbol für den revolutionären Klassenkampf gegen die Bourgeoisie | Beitragsbild: © DerRevolutionär (KI generiert)

.

Über Heinrich Schreiber 270 Artikel
Heinrich Schreiber hat ein Leben gelebt, das kaum unterschiedlicher hätte sein können: gelernter Photokaufmann, Werkzeug- und Kopierschleifer im Akkord, selbstständiger Wirtschaftsberater. Diese Stationen haben seinen Blick auf Arbeit, Kapital und gesellschaftliche Widersprüche geprägt wie kaum etwas anderes. Den entscheidenden politischen Anstoß gab das Jahr 1967, als die Erschießung Benno Ohnesorgs durch die Polizei eine ganze Generation aufweckte. Für Heinrich war es der Beginn eines jahrzehntelangen Engagements in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später in der KPD/ML. Heute, als Vater von vier Kindern und erfahrener Beobachter politischer Entwicklungen, schreibt und publiziert er weiter.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*