„Aufbruch“ ist das meistbemühte Wort der Stunde

Baerbock, Scholz und Lindner - Hoffnungsträger fürs Kapital - böse Aussichten für die arbeitenden Bürger

Wenn es um die Protagonisten einer möglichen Ampelkoalition geht stehen wir vor einer neuen Ära der Menschheit. Mit großen Worten versuchen sich die Vortänzer der Koalitions-Parteien (realistisch gibt es wohl kaum noch einen Zweifel) ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.

Von Heinrich Schreiber – 19. Oktober 2021 |

„Wir fühlen uns gemeinsam beauftragt, in Deutschland einen neuen Aufbruch zu organisieren“, brüstet sich FDP-Missionar Christian Lindner. „Es wird das größte industrielle Modernisierungsprojekt, das Deutschland wahrscheinlich seit über 100 Jahren durchgeführt hat“, droht SPD-Kanzler in spe Olaf Scholz, und Grünen-Apostel Robert Habeck predigt: „Wir sind in einer Hoffnungszeit angekommen.“ Hoffnung für wen mag sich der arbeitende Bürger fragen. Dass ausgerechnet Robert Habeck mit seinem militaristischen Vorpreschen in der Ukraine seiner Spitzenkandidatin Baerbock die Kanzlerschaft verspielt hat, scheint inzwischen im Jubel vergessen zu sein.

Nüchtern, sachlich, hanseatisch, so sieht sich der Kanzler in spe Olaf Scholz, gerne selber. Seine finanziellen Geschenke an die Industrie wollte er mit dem Wahlversprechen zugunsten von geringeren Einkommen ein wenig sozialer erscheinen lassen. Er setzte im Wahlkampf auf ein Mindestlohn-Versprechen. Aber wir werden allerdings ständig an den letzten sozialdemokratischen Kanzler Schröder erinnert. Er hat die Harz IV Gesetze eingeführt. Und als erster Bürgermeister im Hamburger Senat hat Scholz gezeigt, dass er in Sachen ausländische Bürger und Flüchtlingspolitik den damaligen „Rechtsaußen“ Ronald Schill (Richter Gnadenlos) noch rechts überholen konnte.

Olaf Scholz ist angetreten, um der werktätigen Bevölkerung höhere Steuern abzuverlangen und mit seiner neuen Regierung dem Industriekapital für neue Absatz- und Verdienstmöglichkeiten den Weg zu ebnen. Als bisherige Koalitionspartei hat er mit Merkel schon den Weg in die lukrative Sparte der Elektroautomobile vorbereitet. Mit einem grünen Partner lässt sich das noch besser verkaufen. Denn letztlich ist es peinlich, wenn alle erkennen, es geht ausschließlich nur ums „Geld machen“ und nicht um Umweltschutz. Jubeln mag der zukünftige Finanzminister, gleich ob er Habeck oder Lindner heißt, dass ihn die CO2-Steuer zusätzlich die Staatskassen füllen. Denn mit Habeck und Baerbock hat die zukünftige Bundesregierung zwei Kriegstreiber im Kabinett, dessen Pläne finanziert werden müssen. CO2-Steuer klingt dann besser, als Kriegs-Vorbereitungs-Abgabe! Außerdem hat Andrea Bearbock schon jetzt zusätzlich 50 Milliarden Euro für Digitalisierung und Umwelt gefordert (vom Schutz der Meere als CO2-Filter und einem Verbot der verleumderischen MSC-Kennzeichnung war von ihr noch nie etwas bzw. nichts zuhören).

Interessant dürfte das Thema Steuererhöhungen sein weil, Christian Lindner als FDP-Spitzenkandidat im Wahlkampf Steuererhöhungen mit ihm grundsätzlich ausgeschlossen hatte. Seiner Meinung nach benötigen die Unternehmen für eigene Investitionen keine steuerliche Belastung. Das bedeutet dann wohl: Steuererhöhungen nur für den arbeitenden Verbraucher, aber nicht für Unternehmen. Etwas Anderes als Kapitalismus hatten wir ja auch in einem bürgerlichen Staat nicht erwartet.

.

Preissteigerungen für die werktätige Bevölkerung

Für die arbeitende Bevölkerung werden die Lebenshaltungskosten weiterhin ins unermessliche steigen. NDR2-Moderator Jens Mahrhold peitscht dann auch schon jetzt (19.10. ca. 8:00 Uhr) seine Zuhörer zum morgendlichen Frühstücksbrötchen darauf ein, dass die Preise an den Tankstellen so hoch sein müssen, ja sollen, damit der Bürger weniger Auto fährt. Man mag NDR 2 zukünftig aus Protest meiden, aber die Moderatoren anderer Radiosender sind nicht besser. 

Rentenerhöhungen schleichen der wirklichen Teuerungsrate für Lebenshaltungskosten hinterher. Ebenso die Erhöhungen des Regelbedarf im SGB II. Da ist auch unter Baerbock, Scholz und Lindner keine Verbesserung zu erwarten. Das Gegenteil wird Realität werden. Für viele Mieter wird die nächste Nebenkosten-Abrechnung, aber auch die Abrechnung eigener Energie (Strom und Heizung), an ihre finanzielle Substanz (wegen Nachforderungen) gehen. Energiepreise steigen momentan mehr, als die offizielle Inflationsrate ausweist. Selbst bei den Discountern, wo es Aldi guten Sachen gibt 😉 werden die Preise nahezu wöchentlich angehoben. Die werktätige Bevölkerung wird in allen Bereichen zur Kasse gebeten. 

 

Reglementierung der arbeitenden Bevölkerung sowie der arbeitslosen Kollegen und Rentner  

München : 2,1 Millionen Einnahmen durch Corona Bußgelder | Photo: YouTube

Wie des Staat seine Bürger reglementiert, hat uns der bürgerliche Staat bereits mit seinen C-Maßnahmen bewiesen. Wer versucht sich zu wehren, wird in eine rechte Ecke geschoben, beschimpft oder mit Strafen bei Nichtbefolgung versehen. Ein Schildbürgerstreich scheint sich die kapitalistische Regierung mit ihrer Massenimpfung ausgedacht zu haben. Am 18. Oktober berichtet die Presse, von einer in Schleswig-Holstein an Hamburg grenzenden Stadt Norderstedt, wo eine Corona Infektion in einem Alten- und Pflegeheim ausgebrochen sei. Von den 75 Bewohnen sollen alle bis auf drei  geimpft worden sein. Trotz Impfung sind 60 Bewohner infiziert.  

Die herrschende Klasse und ihre Regierung hat sehr schnell einen Virus zur Nationalen Bedrohung (epidemische Lage mit nationalerTragweite) erhoben. Mit dieser vermeintlichen Bedrohung lassen sich für die bürgerliche Regierung hervorragende Einschnitte durchführen. Angenehmer Nebeneffekt für das Monopolkapital, der Mittelstand wurde selektiert. Große überlebten. Andere mussten Insolvenz anmelden und die Monopolindustrie erschlich für sich lukrative Geschäftsfelder. Noch nie sahen sich so viele Mittelständler in den Jobcentern wieder. 

.

________________________

 

Dieser Artikel von 13. Juni 2020 könnte auch interessieren:dd

Uns drohen: Inflation und umfangreiche Steuererhöhungen

________________________

.

Der Der Revolutionär ist ursprünglich als Der-Heinrich-Schreiber-Blog ins Leben gerufen worden, um über aktuelle Themen aus marxistisch-leninistischer Sicht zu berichten bzw. diese zu kommentieren.

Leider ist die bestehende Sichtweise über den Weg zum Sozialismus vielfach verfälscht, gelegentlich auch revisionistisch unterwandert und hat mit einer kommunistischen Ideologie wenig, gelegentlich auch gar nichts mehr zu tun.

Daher stellt dieses OnlineMagazin kommunistische Weltanschauung zur Diskussion. Viele Autoren, auch die Redaktion, befinden sich heute, durch unsere Altersstufe bedingt, im Ruhestand. Wir alle möchten aber unsere Erfahrungen als frühere „Parteikader“ weitergeben. Diese haben wir in der marxistisch-leninistischen Parteiarbeit und politischen Auseinandersetzung der 1970er und 80er Jahre gesammelt. Meinungsartikel und Gastbeiträge – auch wenn sie gelegentlich von der Meinung der Redaktion abweichen –  sorgen für ein breites Meinungs- und Informationsspektrum.

.

Ihr könnt dies Magazin unterstützen, indem ihr:

  • Freunden, Bekannten, Kollegen und Gleichgesinnten
    von diesem OnlineMagazin DER REVOLUTIONÄR erzählt;
  • Einen Link zu diesem Magazin an sie versendet;
  • Die jeweiligen Beiträge teilt oder mit einem Like verseht; 
  • Eine Empfehlung in den sozialen Medien postet;
  • Die Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit durch Artikel,
    Leserbriefe, Videoberichte und Kritiken unterstützt,
    gerne auch als Gastartikel oder Volkskorrespondent;
  • Unsere Seite bei Facebook mit einem Like  verseht;
    (
    https://www.facebook.com/DerRevolutionaer);
  • Folgt dem Magazin bei Twitter ( https://twitter.com/HSintern ).

.

 

 

Über Heinrich Schreiber 105 Artikel
Als inzwischen „Best Ager", ist die berufliche Vita schon etwas umfangreicher. Gelernter Photokaufmann, tätig als Werkzeug- und Kopierschleifer im Einzelakkord, aber auch viele Jahre als selbständig tätiger  Wirtschaftsberater waren Heinrich's beruflichen Herausforderungen. Bereits im Alter von 13 Jahren ist Heinrich mit Polizeigewalt bei einer Demonstration in der Kieler Innenstadt in Berührung gekommen. Hintergrund war der Schahbesuch 1967 in Berlin und die Erschießung des Studenten Benno Ohnesorg durch die Berliner Polizei. Das hat ihn sehr früh politisiert und seine zukünftigen Aktivitäten als Jugendvertreter und in der Gewerkschaftsjugend, in der Roten Garde Kiel/ML und später KPD/ML waren daraufhin logische Konsequenz. Heinrich ist Vater von vier erwachsenen Kindern und begleitet das politische Geschehen mit Berichten und Kommentaren aus marxistisch-leninistischer Sicht.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*