Imperialismus bedeutet Krieg

Einheit von Imperialismus und Krieg

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Die Akzeptanz des Imperialismus bedeutet zwangsläufig auch die Akzeptanz des imperialistischen Krieges. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Imperialismus und Krieg sind keine getrennten Erscheinungen, sondern Ausdruck ein und desselben Systems. Sie bedingen einander und treiben sich gegenseitig voran.

 

Von Heinz Ahlreip – 27. März 2026 | Die bürgerliche Ideologie versucht, diese Verbindung zu verschleiern. Sie verbreitet die Illusion, im Lohn sei die gesamte Arbeit bezahlt, und verdeckt damit die reale Ausbeutung. Ebenso trennt sie künstlich den Imperialismus vom Krieg, um seine Gewalt zu legitimieren.

Wir erleben heute die Folgen dieser Entwicklung. Seit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki lebt die Menschheit unter der ständigen Gefahr ihrer eigenen Vernichtung. Der Imperialismus zerstört nicht nur materielle Grundlagen, sondern auch das humanistische Potential der Gesellschaft.

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Der kriegerische Charakter des Imperialismus

Während der Kapitalismus in früheren Entwicklungsphasen zeitweise auch friedliche Erscheinungsformen hervorbringen konnte, ist der Imperialismus seinem Wesen nach aggressiv und kriegerisch. Er ist politische Reaktion auf der ganzen Linie und richtet sich sowohl nach innen gegen die Arbeiterklasse als auch nach außen in Form von Kriegen.

Die arbeitenden Massen sind diesem System jedoch nicht schutzlos ausgeliefert. Niemand, der die Realität ernsthaft betrachtet, glaubt an ein friedliches Gesicht des Imperialismus. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für seinen Widerstand.

Die objektive Basis für den Kampf ist vorhanden. Entscheidend ist, dass die Massen über die notwendigen Kenntnisse verfügen und sich organisiert zusammenschließen. Erst dann entsteht ein politisches Gewicht, das dem Imperialismus entgegentreten kann.

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Kampf statt pazifistischer Illusionen

Die Massen dürfen sich keinen pazifistischen Illusionen hingeben. Der Imperialismus lässt sich nicht durch Appelle oder Reformen überwinden. Er kann nur durch entschlossenen Kampf besiegt werden.

Die revisionistische Politik seit 1956 hat versucht, den Imperialismus zu verharmlosen und den Klassenkampf zu entschärfen. Damit wurde die Arbeiterklasse ideologisch entwaffnet. Heute erkennen immer mehr Menschen diese Irreführung.

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Lenins Lehre vom revolutionären Krieg

 

Die zentrale Aufgabe besteht darin, den imperialistischen Krieg in einen Bürgerkrieg zu verwandeln. Diese von Lenin formulierte Strategie setzt ein tiefes Verständnis der revolutionären Dialektik voraus.

Die Dialektik verlangt Beweglichkeit im politischen Handeln. Keine Situation ist starr. Alle Entwicklungen sind historisch bedingt und verändern sich ständig. Deshalb kann man den imperialistischen Krieg nicht mit schematischen Formeln begreifen.

Jeder Krieg muss konkret analysiert werden. Seine politischen, diplomatischen und militärischen Voraussetzungen müssen untersucht werden. Nur so lässt sich sein Charakter erkennen und eine richtige Strategie entwickeln.

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Der Weg zur sozialistischen Revolution

Der Imperialismus treibt die Gesellschaft an ihre Grenzen und schafft zugleich die Voraussetzungen für seinen eigenen Sturz. Trotz vorübergehender Rückschläge führt die Entwicklung objektiv in Richtung Sozialismus.

Die Antwort der Arbeiterklasse besteht im entschlossenen Kampf um die politische Macht. Im Bündnis mit den armen Bauern und allen ausgebeuteten Schichten kann sie dem imperialistischen Krieg entgegentreten.

Dabei sind alle Kampfformen zu prüfen, die den revolutionären Prozess voranbringen. Entscheidend ist, dass der Kampf auf die Eroberung der Macht ausgerichtet bleibt.

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Sozialismus oder Untergang

In der Epoche des Imperialismus gibt es keinen dritten Weg. Entweder schreitet die Gesellschaft zum Sozialismus voran oder sie versinkt in immer neuen, zerstörerischen Kriegen.

Wer diese Alternative leugnet, verlässt den Boden des Marxismus-Leninismus und stärkt objektiv den Hauptfeind im eigenen Land.

Die Menschheit steht vor einer klaren Entscheidung. Entweder sie überwindet den Imperialismus durch die sozialistische Revolution oder sie wird weiterhin Zeuge von Kriegen, die ihre Existenzgrundlage zerstören.

 

Über Heinz Ahlreip 171 Artikel
Heinz Ahlreip, geb. am 28. Februar 1952 in Hildesheim. Von 1975 bis 1983 Studium in den Fächern Philosophie und Politik an der Leibniz Universität Hannover, Magisterabschluss mit der Arbeit »Die Dialektik der absoluten Freiheit in Hegels Phänomenologie des Geistes«. Forschungschwerpunkte: Französische Aufklärung, Jakobinismus, Französische Revolution, die politische Philosophie Kants und Hegels, Befreiungskriege gegen Napoleon, Marxismus-Leninismus, Oktoberrevolution, die Kontroverse Stalin – Trotzki über den Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, die Epoche Stalins, insbesondere Stachanowbewegung und Moskauer Prozesse.

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