Sind Kriege unvermeidlich?

Es geht nicht nur um neue Absatzmärkte und Rohstoffquellen, das Finanzkapital braucht den Krieg auch deshalb, weil er für die Monopolisten ein sehr gewinnbringendes Unternehmen ist
Marx und Engels lehrten, dass der Krieg als gesellschaftliche Erscheinung weder durch das biologische Gesetz des Kampfes ums Dasein noch durch die Übervölkerung, sondern einzig und allein durch das Wirken objektiver ökonomischer Gesetze, durch den Charakter der Produktivkräfte [1] und Produktionsverhältnisse der Klassengesellschaft erklärt werden kann. Sie brachten den Krieg direkt mit den Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft in Zusammenhang und zeigten, dass er eine historisch vergängliche Erscheinung ist.

Der Krieg als ein Gewerbe der Ausbeuterklasse

Der Marxismus lehrt, dass der Krieg keine ewige Erscheinung des gesellschaftlichen Lebens ist. Die Kriege entstanden auf einer bestimmten Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung, das heißt, als das Privateigentum an Produktionsmitteln und -instrumenten und damit die Teilung der Gesellschaft in antagonistische Klassen und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen entstanden. Mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen und dem Entstehen des Ausbeuterstaates wurde der Krieg zu einem ständigen Gewerbe der herrschenden Klasse, zu einem Mittel ihrer Bereicherung und der Verstärkung ihrer ökonomischen und politischen Herrschaft. Nur mit der Beseitigung des Privateigentums an den Produktionsmitteln und folglich der Ausbeuterklassen verschwinden auch die ökonomischen Grundlagen für die Entstehung von Kriegen.

Der Krieg als Fortsetzung der Politik

Marx und Engels deckten nicht nur den Zusammenhang zwischen Krieg und Ökonomik, sondern auch den zwischen Krieg und Politik auf und betrachteten jeden Krieg in der Periode des vormonopolistischen Kapitalismus als die Fortsetzung der Politik bestimmter Mächte oder Klassen. Bei der Einschätzung eines jeden Krieges berücksichtigten sie die konkreten historischen Bedingungen und die – fortschrittlichen oder reaktionären – Klassen, die ihn führten. Sie waren der Ansicht, dass in Kriegen, die in politischer Hinsicht Verteidigungscharakter tragen, die Führung von Angriffsoperationen auf dem Territorium des Feindes durchaus nicht ausgeschlossen sind.

Die Offensivstrategie eines Verteidigungskrieges

Marx kritisierte zum Beispiel Kugelmann, weil dieser zwischen dem politischen Inhalt eines Krieges und den Formen der Kriegführung keinen Unterschied machte und die Offensivstrategie im Verteidigungskrieg ablehnte. Marx schrieb:

„Kugelmann verwechselt einen defensiven Krieg mit defensiven militärischen Operationen. Also wenn ein Kerl mich auf der Straße überfällt, so darf ich nur seine Hiebe parieren, aber nicht ihn knock down [niederschlagen], weil ich mich damit in einen Angreifer verwandeln würde! Der want [Mangel] an Dialektik guckt allen diesen Leuten aus jedem Wort heraus.“ [2]

Der Krieg ist ein Übel…

Marx und Engels betrachteten den Krieg als ein Übel, da er zur Vernichtung riesiger, von den Werktätigen erzeugter materieller Werte und zum Tod vieler Menschen führt. Sie lehnten jedoch nicht den Krieg überhaupt ab, sie waren nicht gegen jeden Krieg. Am Ende des 18. Jahrhunderts und in den ersten drei Vierteln des 19. Jahrhunderts unterstützten und rechtfertigten sie in jeder Hinsicht die (nach ihrer Terminologie) Verteidigungskriege, die die Bourgeoisie zu jener Zeit für die Befreiung vom Feudalismus und von ausländischer Unterdrückung führte. Andererseits verurteilten Marx und Engels die Angriffskriege, die räuberischen Kriege, und wünschten den Regierungen und Klassen, die sie führten, eine Niederlage.

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Der Imperialismus und der Krieg

Unter dem Imperialismus erreichte die Konzentration der Produktion und des Kapitals ungeahnte Ausmaße. Es entstanden mächtige Monopolvereinigungen (Kartelle, Syndikate, Trusts, Stiftungen etc.), das Industriekapital verschmolz mit dem Bankkapital und brachte mächtige Finanzvereinigungen hervor, die sich die gesamte Wirtschaft unterordneten. Dadurch wurden die Produktivkräfte ihrem Charakter nach immer mehr vergesellschaftet. Die Produktionsmittel und -instrumente [3] blieben jedoch im Privatbesitz weniger Menschen. Die Widersprüche zwischen dem Charakter der Produktivkräfte und den kapitalistischen Produktionsverhältnissen verschärften sich außerordentlich und bildeten damit die objektive ökonomische Grundlage für den Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus.

Welche Rolle spielt das Finanzkapital?

Das Finanzkapital unterwirft sich nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den gesamten Staatsapparat und das gesamte politische Leben des Landes. Und das nicht nur im nationalen Maßstab, sondern auch international. Der Krieg beschleunigte den Prozess der Vergesellschaftung der Produktion [4]. Die Jagd nach Maximalprofiten drängt die Monopolisten zum Ruin der Werktätigen des eigenen Landes, zur grausamen Ausplünderung und Unterdrückung der abhängigen Länder und zur Entfesselung räuberischer Kriege mit dem Zweck unabhängige Länder in abhängige zu verwandeln und neue Rohstoffquellen und Ausbeutungsobjekte zu erschließen. Lenin schrieb:

„Der monopolistische Kapitalismus, der erst im 20. Jahrhundert seine volle Reife erlangt hat, zeichnet sich infolge seiner grundlegenden ökonomischen Eigenschaften durch eine sehr geringe Friedens- und Freiheitsliebe und durch eine sehr große, überall zu verzeichnende Entwicklung zum Militarismus aus.“ [5]

Die Jagd der Kapitalisten nach den Extraprofiten

W.I. Lenin wies wiederholt daraufhin, dass der Kampf um die Neuaufteilung der Welt, um neue Absatzmärkte und Rohstoffquellen, neue Ausbeutungsobjekte, Maximalprofite und die Weltherrschaft das Hauptziel des bewaffneten Kampfes kapitalistischer Länder ist. Zu diesem Zweck entfesselten die Imperialisten im 20. Jahrhundert zweimal blutige Weltkriege, die der Menschheit Millionen von Opfern kosteten, den Hütern des Geldsacks dagegen Milliardenprofite einbrachten. Das Finanzkapital braucht den Krieg auch deshalb, weil er für die Monopolisten ein sehr gewinnbringendes Unternehmen ist.

Man braucht nur darauf hinzuweisen, dass der jährliche Durchschnittsprofit der US-amerikanischen Monopole im zweiten Weltkrieg 21,5 Milliarden Dollar betrug, während sie 1938 nur einen Profit in Höhe von 3,3 Milliarden Dollar erzielten.

Der imperialistische Krieg

Von besonderer Bedeutung für das Verständnis der Ursachen der imperialistischen Kriege ist das von Lenin entdeckte und begründete Gesetz von der ungleichmäßigen ökonomischen und politischen Entwicklung des Kapitalismus in der Epoche des Imperialismus. Das führte unvermeidlich zum erbitterten Kampf der kapitalistischen Staaten untereinander um eine Neuaufteilung der bereits aufgeteilten Welt. Dies konnte unter den Bedingungen des Imperialismus nur durch einen Krieg erreicht werden.

Welche Arten von Kriegen gibt es?

Zudem kann es in einer in antagonistische Klassen gespaltenen Gesellschaft keine für alle Klassen einheitlichen ökonomischen Interessen, keine einheitliche Politik und demzufolge auch keine einheitlichen Kriegsziele geben. Deshalb haben die hinsichtlich ihrer politischen Zielsetzung verschiedenen Kriege auch einen unterschiedlichen Charakter und spielen in der Geschichte der Menschheit eine unterschiedliche Rolle. W.I. Lenin lehrte, dass es zwei Arten von Kriegen gibt:

„…dass es gerechte und ungerechte, fortschrittliche und reaktionäre Kriege gibt, Kriege fortschrittlicher Klassen und Kriege rückständiger Klassen, Kriege, die der Festigung des Klassenjochs und Kriege, die seiner Beseitigung dienen“ [6]

Die Bourgeoisie verschleiert den wahren Charakter des Krieges

Die imperialistische Bourgeoisie als Urheber der Raubkriege unternimmt alle Anstrengungen, um die wahren Kriegsziele vor den Volksmassen zu verbergen. Sie setzt alle Mittel der ideologischen Beeinflussung der Massen (Presse, Rundfunk, Film, Kirche usw.) in Bewegung, um den Raubkrieg als einen nationalen Verteidigungskrieg darzustellen und das Volk vor den Karren ihres Raubkrieges zu spannen. Sie zwingt das Volk, sein Blut zur Bereicherung einer Handvoll Millionäre zu vergießen. W.I. Lenin erklärte, dass das Wesen und der Charakter eines Krieges nicht davon abhängen, wer als erster angreift, nicht davon, wo die Truppen stehen, wer im Augenblick siegreich ist“, sondern davon, worum der Krieg geführt wird, von welchen Klassen, um welchen politischen Zieles willen“. [7]

Wie urteilen die Sozialisten über den Krieg?

Die Leninsche Theorie vom Krieg deckte die Ursachen und das Wesen der Kriege im Imperialismus auf und gestattete es, das Militärprogramm der proletarischen Revolution wissenschaftlich zu begründen. In seinem Artikel „Sozialismus und Krieg“ schrieb Lenin:

„Die Sozialisten haben die Kriege unter den Völkern stets als eine barbarische und bestialische Sache verurteilt. Aber unsere Stellung zum Krieg ist eine grundsätzlich andere als die der bürgerlichen Pazifisten (der Friedensfreunde und Friedensprediger) und der Anarchisten. Von den ersteren unterscheiden wir uns durch unsere Einsicht in den unabänderlichen Zusammenhang der Kriege mit dem Kampf der Klassen im Innern eines Landes, durch die Erkenntnis der Unmöglichkeit, die Kriege abzuschaffen, ohne die Klassen abzuschaffen und den Sozialismus aufzubauen, ferner auch dadurch, dass wir die Berechtigung, Fortschrittlichkeit und Notwendigkeit von Bürgerkriegen voll und ganz anerkennen, d.h. von Kriegen der unterdrückten Klasse gegen die unterdrückende Klasse, der Sklaven gegen die Sklavenhalter, der leibeigenen Bauern gegen die Gutsbesitzer, der Lohnarbeiter gegen die Bourgeoisie. Von den Pazifisten wie von den Anarchisten unterscheiden wir Marxisten uns weiter dadurch, dass wir es für notwendig halten, einen jeden Krieg in seiner Besonderheit historisch (vom Standpunkt des Marxschen dialektischen Materialismus) zu analysieren.“ [8]

Der revolutionäre Befreiungskampf der Arbeiterklasse

Proletariat darf in seinem Kampf gegen die Regierung und die Bourgeoisie die Möglichkeit nicht ungenutzt lassen, der Regierung des eigenen Landes durch revolutionäre Agitation eine Niederlage beizubringen. Lenin wies auch die ersten Schritte, die auf dem Weg zur Umwandlung des imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg zu unternehmen sind [9]:

  1. unbedingte Ablehnung der Kriegskredite und Austritt aus den bürgerlichen Kabinetten;
  2. völliger Bruch mit der Politik des „Nationalen Friedens“ (bloc national, Burgfrieden);
  3. Bildung illegaler Organisationen überall dort, wo Regierung und Bourgeoisie unter Verhängung desBelagerungszustandes die verfassungsmäßigen Freiheiten aufheben;
  4. Unterstützung der Verbrüderung der Soldaten der kriegführenden Nationen in den Schützengräben und auf den Kriegsschauplätzen überhaupt;
  5. Unterstützung aller revolutionären Massenaktionen des Proletariats überhaupt.

Vom Bürgerkrieg zur sozialistischen Revolution

Die Umwandlung des imperialistischen Krieges in den Bürgerkrieg ist ein komplizierter und langwieriger Prozess. Der Kampf gegen die starke terroristische Militärorganisation der bürgerlichen Staaten verlangt die angestrengte Arbeit der revolutionären Demokraten zur politischen Erziehung und revolutionären Organisation der Massen, zur Entlarvung der bürgerlichen Losung vom Burgfrieden und zur Überzeugung der Arbeiter und Bauern von der Tatsache, dass der Krieg nicht ohne sozialistische Revolution beendet werden kann.

Warum ist ewiger Frieden im Kapitalismus unmöglich?

Nicht minder große Bedeutung maß Lenin zu dieser Zeit auch dem Kampf gegen alle Spielarten des Pazifismus bei. Den Pazifismus, die abstrakte Verherrlichung des Friedens ohne tatsächlichen praktischen Kampf gegen den Krieg betrachtete Lenin als eine Form von Verdummung der Arbeiterklasse. Die bürgerlichen Pazifisten betrogen die Massen, als sie ihre heuchlerische und durch und durch falsche Idee vom ewigen Frieden im Kapitalismus predigten. Angesichts der Bewaffnung der Bourgeoisie gegen das Proletariat die Forderung nach „Entwaffnung“ zu erheben, bedeutet nach den Worten Lenins, sich vom Klassenkampf und von der Revolution lozusagen.

„Eine unterdrückte Klasse, die nicht danach strebt, Waffenkenntnis zu gewinnen, in Waffen geübt zu werden, Waffen zu besitzen, eine solche unterdrückte Klasse ist es nur wert, unterdrückt, misshandelt und als Sklave behandelt zu werden.“ [10]

Worin besteht die bürgerliche Militärideologie?

Die bürgerliche Militärideologie ist eng mit dem Wesen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung verbunden. In der Epoche des Imperialismus wird sie zum wichtigsten Teil der allgemeinen Ideologie der monopolistischen Bourgeoisie und bereitet die Entfesselung von Raubkriegen vor. Die Aufgabe der bürgerlichen Militärideologie besteht nicht nur darin, die militärischen Ziele der herrschenden militaristischen Kreise und die Mittel und Wege zur Verwirklichung dieser Ziele durch ein System bestimmter Ideen zu begründen, sondern auch das Bewusstsein der Volksmassen zu demoralisieren und sie auf den Krieg vorzubereiten.

Eine Ideologie der Massenvernichtung

Die bürgerliche Militärideologie ist von den menschenfeindlichen Ideen des Rassenhasses, des Chauvinismus, des Neomalthusianismus (Anmerkung d. Redaktion: Geburtenkontrollmaßnahmen) , der religiösen Mystik und der Habsucht durchdrungen. Auf der Grundlage dieser Ideen erfolgt nicht nur die ideologische Beeinflussung der Soldaten und Matrosen sondern auch die systematische Manipulierung der Bevölkerung durch die Massenmedien. Die Militärideologie des Imperialismus ist die Widerspiegelung der abenteuerlichen Politik des Kampfes um die Weltherrschaft, der Politik des Krieges und der Massenvernichtung als Mittel zur Rettung des zum Tode verurteilten Kapitalismus. Immer wieder erlitt diese Politik Niederlagen, bei denen sich gewaltige politische und strategische Fehler herausstellten. W.I. Lenin, der diese Politik entlarvte, unterstrich, dass „man nicht richtig urteilen kann, wenn man auf dem Wege zum Untergang ist[11].

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Der imperialistische Krieg

Der ungerechte Charakter des imperialistischen Krieges und die ideologische Erziehung in den Armeen und die ideologische Beeinflussung der Bevölkerung der imperialistischen Staaten in Geiste des Völkerhasses zeigten sich unweigerlich im bestialischen Verhalten der Truppen der Aggressoren zu den Völkern, die das Opfer ihres Überfalls wurden. In allen Raubkriegen wurden von den Eroberern massenhafte Grausamkeiten verübt, was sich auf deren Truppen zersetzend auswirkte.

Besonders grausam und massenhaft waren die Bestialitäten der deutsch-faschistischen Eindringlinge und ihrer einheimischen Helfershelfer (Banderafaschisten, lettische und litauische Kollaborateure, Ustascha- Faschisten usw.) gegenüber der friedlichen Bevölkerung in den von den Deutschen vorübergehend okkupierten Gebieten in der UdSSR und in anderen Ländern Europas sowie gegenüber den Kriegsgefangenen. Auch die ungeheuerlichen Grausamkeiten der US-Amerikaner in Korea, der Engländer und Franzosen in Ägypten, Algerien, im Jemen, in Kenia und Oman zeugen ebenfalls vom räuberischen Charakter ihrer Kriege und vom moralischen Tiefstand ihrer Armeen.

Der faschistische Krieg gegen die Sowjetunion (1941-1945)

Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen die deutsch-faschistischen Aggressoren war eine neue praktische Bestätigung der These Lenins von der entscheidenden Rolle des moralischen Potentials im Kriege und der Überlegenheit des moralischen Geistes der Sowjetarmee über den ihrer Gegner. Die sowjetischen Streitkräfte, die in diesem Krieg ihre geliebte, sozialistische Heimat verteidigten, setzten die ganze Welt durch ihren Massenheroismus auf den Schlachtfeldern in Erstaunen. Davon sprechen selbst die Hitlergenerale, die von der Sowjetarmee geschlagen wurden. General Kleist erklärte z.B. geradeheraus, dass die Soldaten der Sowjetarmee

„von Beginn des Krieges an erstklassige Kämpfer waren… In dem Maße, wie sie Erfahrungen sammelten, wurden sie erstklassige Soldaten. Sie schlugen sich erbittert, verfügten über eine erstaunliche Widerstandskraft“.

Die Überlegenheit der kommunistischen Moral

Eine ähnliche Einschätzung des moralischen Geistes der Sowjetsoldaten findet man nicht nur in den Memoiren anderer Generale der Hitlerarmee, sondern auch bei US-amerikanischen und britischen Militärschriftstellern (z.B. Fuller). Es ist interessant, dass einige Militaristen nicht umhin können, die gewaltige Rolle der kommunistischen Ideen bei der Schaffung dieses hohen moralischen Geistes der Sowjetsoldaten mit bitterem Bedauern anzuerkennen und ihre Überlegenheit über den moralischen Geist der imperialistischen Armeen zu unterstreichen. 1956 schrieb General Chapelle über den

„machtvollen und fruchtbringenden Einfluß des Kommunismus auf seine Soldaten, über die für das Militärwesen wichtigste Fähigkeit der Kommunisten zum Kampf um ihre Ideale, dank derer sie sich bei weitem leichter in unermüdliche und furchtlose Kämpfer verwandeln… Der Westen kann den kommunistischen Soldaten keine gleich große Kraft an Menschen entgegenstellen, die ideologisch genauso überzeugt und genauso fest vereint sind.“

Die Kommunistische Partei

Die Kommunistische Partei ist die wichtigste Voraussetzung für den Sieg der Volksrevolution. Ohne die Partei als Stab der Revolution ist der Sieg des Proletariats unmöglich. Ebenso wie Marx hielt auch Lenin den friedlichen Weg der Revolution, den Übergang der Macht in die Hände des Proletariats ohne blutigen Bürgerkrieg nicht für ausgeschlossen.

„Die Arbeiterklasse würde es natürlich vorziehen, die Macht friedlich zu übernehmen.“ [12]

Der Sieg des Sozialismus ist unausweichlich

Aber die Gutsbesitzer und die Bourgeoisie gingen und gehen im entscheidenden Moment oft dazu über, ihre Privilegien mit Gewalt zu verteidigen. Das beweisen die historischen Erfahrungen des Kampfes des Proletariats um die Macht. In einem solchen Falle bleibt der Arbeiterklasse kein anderer Weg zur Erreichung ihres Zieles als der bewaffnete Kampf. Die Kriege werden erst dann beendet sein, wenn die Ursachen des Krieges, der antagonistische Widerspruch zwischen Bourgeoisie und Proletariat, zwischen Kapitalismus und Sozialismus, ein für allemal beseitigt sind und der Sozialismus im Weltmaßstab gesiegt hat.

 

Zitate:
[1] Produktivkräfte sind die arbeitenden Menschen und die von ihnen angewandten Produktionsmittel sowie deren Zusammenwirken bei der Produktion materieller Güter.
[2]Karl Marx/Friedrich Engels, „Briefwechsel“ Bd. IV, 1868-1883, Berlin, S. 443.
[3]Produktionsmittel sind Arbeitsgegenstand und Arbeitsmittel, die im Arbeitsprozeß zur Erzeugung von Gebrauchswerten und materiellen Dienstleistungen benutzt werden.
[4] Vergesellschaftung der Produktion ist der Prozess der Entfaltung des gesellschaftlichen Charakters der Produktion unter den Bedingungen der maschinellen Großproduktion. Sie ist gekennzeichnet durch eine fortschreitende gesellschaftliche Arbeitsteilung im Rahmen der Gesellschaft.
[5] W.I. Lenin, „Die proletarische Revolution und der Renegat Kautsky“. In: AW 2 Bd., Bd. II. S.421.
[6] W.I. Lenin, „I. Gesamtruss. Kongress für außerschulische Bildung“ (6.-19. Mai 1919). In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1984, Bd. 29, S. 331.
[7]W.I. Lenin, „Über eine Karikatur auf den Marxismus“. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1975, Bd. 23, S. 24.
[8] W.I. Lenin, „Sozialismus und Krieg“. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, Bd. 21, S. 299.
[9] W.I. Lenin, „Die Konferenz der Auslandssektionen der SDAPR“, In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1960, Bd. 21, S. 150. [10] W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1957, Bd. 23, S.75.
[11]W.I. Lenin, Werke, Bd. 33, S. 128 (russ.)
[12] W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1955, Bd. 4, S.270.

 

Quelle:
Exzerpte aus: Oberst D. Grinischin, „Die militärische Tätigkeit W.I. Lenins“, Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung Berlin, 1958, S. 106-276 (bearbeitet)

siehe: https://vivaldi.dspl.ru/bx0002691/view (russ.)

 

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