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Hamburg 1943 und heute – Vom Feuersturm zur Kriegsvorbereitung
Vom 24. Juli bis 3. August 1943 verwandelten britische und US-amerikanische Bomber Hamburg in ein Flammenmeer. Unter dem Decknamen Operation Gomorrah wurde eine der verheerendsten Bombenkampagnen des Zweiten Weltkriegs durchgeführt. Ziel war nicht allein militärische Infrastruktur, sondern die Zivilbevölkerung selbst. Heute werden die Westalliierten als Befreier vom Faschismus gefeiert. Dabei war es die Rote Armee der Sowjetunion. Sie allerdings hat nie einen derartigen Massenmord an der Zivielbevölkerung verübt.
Von Heinrich Schreiber
02. März 2026 |
Rund 9.000 Tonnen Bomben wurden abgeworfen. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli entstand ein Feuersturm mit Temperaturen bis zu 1.000 Grad. Ganze Stadtviertel wurden ausgelöscht. Menschen verbrannten in Kellern oder erstickten in Schutzräumen.
Zwischen 37.000 und über 42.000 Menschen verloren ihr Leben. Die Mehrheit waren Zivilisten. Etwa
13.000 Männer,
21.000 Frauen und
..8.000 Kinder
starben. Mehr als 125.000 wurden verletzt. Rund 250.000 Wohnungen wurden zerstört. Und vor allem: Etwa eine Million Hamburger waren nach den Angriffen obdachlos oder mussten die Stadt verlassen.
Eine industrielle Metropole wurde innerhalb weniger Tage in ein Trümmerfeld verwandelt. Die arbeitende Bevölkerung zahlte den Preis imperialistischer Machtpolitik mit ihrem Leben und ihrer Existenz.
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Hamburg als militärisches Ziel – damals wie heute
Hamburg war 1943 ein bedeutender Hafen- und Industriestandort. Genau deshalb wurde die Stadt ins Visier genommen. Militärische und logistische Bedeutung macht Städte im imperialistischen Krieg zu Angriffszielen.
Heute nimmt Hamburg erneut eine strategische Rolle ein. Der Hafen gilt als zentrales Logistik- und Versorgungszentrum für NATO Truppen, insbesondere für die in den baltischen Staaten stationierten Einheiten. Militärische Transporte, schweres Gerät, Versorgungsketten laufen über diese Drehscheibe.
Damit wird die Stadt erneut in eine militärische Frontstellung eingebunden.
Wer Teil einer militärischen Aufmarschstruktur ist, wird im Ernstfall auch Ziel militärischer Gegenschläge.
Der historische Vergleich drängt sich auf.
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Milliarden für Kriegstüchtigkeit – Kürzungen für die Bevölkerung
Die Bundesregierung treibt die Militarisierung mit enormen finanziellen Mitteln voran. Unter Führung von BlackRockKanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius wird offen von Kriegstüchtigkeit gesprochen. Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe, massive Erhöhungen des Verteidigungshaushalts, neue Waffensysteme, Ausbau der Logistik und Beschaffung moderner Flugabwehrpanzer stehen auf der Agenda.
Gleichzeitig werden Sozialleistungen gekürzt oder ganz gestrichen, Rentenzuschüsse reduziert, Gelder für Bildung und öffentliche Infrastruktur zusammengestrichen. Die werktätige Bevölkerung zahlt die Rechnung doppelt.
Sie zahlt finanziell durch höhere Abgaben, sinkende Reallöhne und Sozialabbau. Und sie zahlt im Ernstfall mit ihrem Leben.
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Systematische Provokation und Eskalation
Statt auf Deeskalation zu setzen, wird jede Gelegenheit genutzt, die Spannungen mit Russland weiter anzuheizen. Militärische Präsenz an den Grenzen, Waffenlieferungen in Konfliktgebiete, aggressive Rhetorik und ständige Beschwörung einer angeblichen unmittelbaren Bedrohung dienen der Rechtfertigung immer neuer Aufrüstungsschritte.
Diese Politik ist keine Verteidigung. Sie ist Eskalation.
Je stärker Deutschland in militärische Bündnisstrukturen eingebunden wird und je offensiver es sich als logistische Drehscheibe für NATO Operationen präsentiert, desto mehr steigt das Risiko, selbst zum unmittelbaren Kriegsschauplatz zu werden.
Hamburg ist dabei kein abstrakter Ort. Es ist eine Millionenstadt mit Arbeitern, Angestellten, Familien, Kindern.
Wenn militärische Infrastruktur hier konzentriert wird, wird auch die Zivilbevölkerung in Geiselhaft einer imperialistischen Strategie genommen.
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Die Rechnung des Imperialismus
Die herrschende Klasse spricht von Sicherheit, Verantwortung und Verteidigungsfähigkeit. In Wahrheit verteidigt sie geopolitische Interessen, Absatzmärkte und Einflusszonen.
Die Rechnung dieser Politik tragen nicht die Minister in ihren Amtsstuben. Sie tragen nicht die Konzernvorstände, die von Rüstungsaufträgen profitieren. Sie wird getragen von der werktätigen Bevölkerung.
Sie zahlt mit Steuergeldern für Panzer statt für Schulen.
Sie zahlt mit Sozialabbau statt mit sozialer Sicherheit.
Und im schlimmsten Fall zahlt sie mit ihrem Leben, wenn Städte erneut zu Zielen militärischer Angriffe werden.
Hamburg 1943 zeigt, wohin imperialistische Konfrontation führen kann. Zehntausende Tote. Eine Million Obdachlose. Eine Stadt in Asche.
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Die Lehre aus dem Feuersturm
Die Erinnerung an den Hamburger Feuersturm darf nicht zu einer ritualisierten Gedenkveranstaltung verkommen, während gleichzeitig neue militärische Frontstellungen geschaffen werden.
Wer heute von Kriegstüchtigkeit spricht, wer Milliarden in Aufrüstung pumpt und systematisch internationale Spannungen verschärft, spielt mit dem Schicksal der Bevölkerung.
Die Werktätige Klasse hat kein Interesse an imperialistischen Machtspielen. Ihr Interesse liegt im Frieden, in sozialer Sicherheit und am Sturz eines Systems, das immer wieder Krieg hervorbringt.
Nie wieder Feuersturm bedeutet heute:
Nein zur Aufrüstung;
Nein zur NATO Eskalation;
Nein zur Militarisierung der Gesellschaft.
Denn wenn aus Geschichte nichts gelernt wird, wiederholt sie sich – und erneut werden es die Werktätigen sein, die unter den Trümmern begraben werden.
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