Linken-Vorstandsmitglied legt Wagenknecht Eintritt in AfD nahe

Am Montag will Sahra Wagenknecht die erfolgte Gründung des Vereins "BSW – Für Vernunft und Gerechtigkeit e.V." und den Entwurf eines politischen Programms vorstellen

Dass Sahra Wagenknecht im Moment Zustimmung erhält, sowohl von den Freien Linken als auch von der AfD, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass sie eine Vertreterin des kapitalistischen Ausbeutersystems ist. Auch dann, wenn sie jetzt in Sachen C-Maßnahmen und einer Impfpflicht durch die Hintertür, den Disziplinierungs-Maßnahmen der herrschenden Klasse den Rücken gekehrt hat.

Ein Kommentar von Heinrich Schreiber – 12. November 2021|

Spiegel-Online Schreibt:

In der Linken brodelt der Streit über Sahra Wagenknechts ablehnende Haltung zum Impfen. Vorstandsmitglied Maximilian Becker rät ihr, der AfD beizutreten. Parteivize Martina Renner unterstützt den Vorschlag »voll und ganz«. Es gehe um »Ignoranz von Fakten« ließ sie verlauten.

Widerspruch kommt von dem ehemaligen Parteivorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Klaus Ernst: »Sahra Wagenknecht hat nie von einer Pandemie der Geimpften gesprochen. Es ist unerhört, dass ihr erst ein falsches Zitat untergejubelt wird, um damit die Forderung zu begründen, sie möge in eine rechtspopulistische Partei eintreten«, sagte er dem SPIEGEL. »Ich erwarte von den Parteivorsitzenden, dass sie diesen unterirdischen Umgang mit unserer populärsten Politikerin unterbinden

Diese populärste Politikerin der Linkspartei ist jetzt allerdings nicht zur antikapitalistischen Kämpferin geworden. Im Gegenteil. Sie ist weiterhin eine Vertreterin des Reformflügels, der den Kapitalismus ein wenig »aufhübschen« möchte. Inzwischen passt die Parteinahme gegenüber der Forderungen: „die Spaltung der Gesellschaft zu verhindern„, gut ins Konzept. Da bringt es wenig, Sahra Wagenknecht daran zu erinnern, dass die Gesellschaft in zwei antagonistischen Klassen geteilt ist, der Bourgeoisie und dem Proletariat. Eine dieser Klassen (die Bourgeoisie) ist in der Funktion die Herrschaft auszuüben. Dies System zu stürzen und der arbeitenden Bevölkerung die Macht zu geben, dafür steht eine Wagenknecht eben nicht. Daher wird auch mit einer Wagenknecht alles so bleiben, wie es ist. Das kann nicht im Interesse der arbeitenden Bevölkerung sein.

In diesem Sinne und nicht vergessen:

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Hoch die Faust und mutig vorwärts
Dieser Staat muss zertrümmert werden

Euer 
Heinrich Schreiber

 

Über Heinrich Schreiber 272 Artikel
Heinrich Schreiber hat ein Leben gelebt, das kaum unterschiedlicher hätte sein können: gelernter Photokaufmann, Werkzeug- und Kopierschleifer im Akkord, selbstständiger Wirtschaftsberater. Diese Stationen haben seinen Blick auf Arbeit, Kapital und gesellschaftliche Widersprüche geprägt wie kaum etwas anderes. Den entscheidenden politischen Anstoß gab das Jahr 1967, als die Erschießung Benno Ohnesorgs durch die Polizei eine ganze Generation aufweckte. Für Heinrich war es der Beginn eines jahrzehntelangen Engagements in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später in der KPD/ML. Heute, als Vater von vier Kindern und erfahrener Beobachter politischer Entwicklungen, schreibt und publiziert er weiter.

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