Rentenraub per Gesetz – Wie Merz den Senioren das letzte Hemd nimmt

Der Bundeskanzler hat für das Finanzamt eine bekannte Geldquelle überarbeitet. Das bedeutet, mehr für's Finanzamt, weniger für Rentner | Photo: Videoscan YouTube

Altersbezüge als neue Beute des Staates

Merz feiert Israels Bombenterror als „Drecksarbeit für uns alle“ – dabei ist er längst selbst zum Hausmeister des Finanzkapitals verkommen, bereit, Europa für BlackRock in Flammen aufgehen zu lassen. Nichts bringt mehr Rendite als Krieg. Und nichts lässt sich leichter schröpfen als das eigene Volk. Bevor also die nächste Rakete gezündet wird, werden die Rentnerinnen und Rentner zur Kasse gebeten – systematisch, planmäßig, gnadenlos.

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Von Heinrich Schreiber
20. Juni 2025 | 

Mit der geplanten Einführung einer Quellensteuer auf Renten und der vollständigen Besteuerung der Altersbezüge ab 2058 wird klar: Der deutsche Imperialismus führt Klassenkampf – gegen die eigenen Alten, sprich gegen Rentnerinnen und Rentner.

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Vollbesteuert – ausgedient und abkassiert

Wer 2020 in Rente ging, muss bereits 80 Prozent seiner Rente versteuern. Der Rest gilt als Freibetrag – doch nur solange er lebt. Ab 2058 ist Schluss damit: Die gesamte Rente wird besteuert. Kein Freibetrag mehr. Keine Rücksicht. Kein Respekt.

Die Botschaft ist eindeutig: Du bist alt, du bist verbraucht – jetzt zahl zurück. Jahrzehntelange Arbeit, jahrzehntelange Beiträge zählen nichts, wenn der Staat sich bedienen will.

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Quellensteuer: Der schleichende Raub

Statt die Besteuerung sozial gerecht zu regeln, will Merz sie automatisieren. Eine Quellensteuer auf Renten soll eingeführt werden – der Staat greift zu, bevor du überhaupt merkst, was dir genommen wird. Steuern werden direkt von der Rente abgezogen. Willst du zu viel Gezahltes zurück? Dann füll deine Steuererklärung aus – oder verzichte stillschweigend auf dein Recht.

Für viele ältere Menschen bedeutet das schlicht: Sie verlieren Geld, weil sie nicht mehr durchblicken oder sich nicht wehren können. Ein System, das auf diesem Weg Geld spart, ist kein Sozialstaat – es ist ein Beutestaat.

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Rentenerhöhung? Ein Witz mit Haken

Die diesjährige Rentenerhöhung liegt mit 3,74 Prozent angeblich über der Inflation – ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn: Der Rentenfreibetrag bleibt gleich. Wer mehr Rente bekommt, rutscht in die Steuerpflicht. Heißt: Du bekommst mehr, damit dir der Staat mehr nehmen kann.

Das nennt sich dann „sozial ausgewogen“. Es ist in Wahrheit ein Schlag ins Gesicht jedes Arbeiters, der sein Leben lang geschuftet hat.

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Kapital wird verschont – Rentner werden geschröpft

Während die Rentner besteuert werden wie Lohnsklaven, zahlen Multimillionäre weiterhin keine Vermögensteuer. Während Alte ihre letzten Euros zusammenkratzen, wird in Berlin über Panzerlieferungen und Kriegskredite entschieden. Und während Friedrich Merz Steuern auf Renten durchsetzt, sitzt er selbst auf einem Stuhl aus Kapital – verbunden mit BlackRock und der Hochfinanz.

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Widerstand ist da die einzige Antwort!

  • Wir sagen: Rente ist Lohn, kein Geschenk. Rente darf nicht besteuert werden.
  • Wir sagen: Quellensteuer ist moderner Rentenraub – organisiert vom Klassenstaat.
  • Wir sagen: Statt Rentner zu schröpfen, soll das Kapital zahlen. Die Reichen müssen zur Kasse.

 

Dieser Staat ist nicht unser Staat. Sein „Sozialstaat“ ist Lug und Trug. Seine Rentenpolitik ist Klassenpolitik – gegen uns. Es ist Zeit, für revolutionären Protest.

Für eine echte Volksrente – steuerfrei, existenzsichernd, finanziert durch Enteignung des Finanz- und Monopolkapitals.
Hoch die internationale Solidarität – auch mit unseren Senioren!

 


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Über Heinrich Schreiber 270 Artikel
Heinrich Schreiber hat ein Leben gelebt, das kaum unterschiedlicher hätte sein können: gelernter Photokaufmann, Werkzeug- und Kopierschleifer im Akkord, selbstständiger Wirtschaftsberater. Diese Stationen haben seinen Blick auf Arbeit, Kapital und gesellschaftliche Widersprüche geprägt wie kaum etwas anderes. Den entscheidenden politischen Anstoß gab das Jahr 1967, als die Erschießung Benno Ohnesorgs durch die Polizei eine ganze Generation aufweckte. Für Heinrich war es der Beginn eines jahrzehntelangen Engagements in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später in der KPD/ML. Heute, als Vater von vier Kindern und erfahrener Beobachter politischer Entwicklungen, schreibt und publiziert er weiter.

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