Berlins Panzer-Politik: Deutsche stehen mit Leopard-2-Lieferung an Ukraine allein da

Knickt mit seiner Haltung ein I Photo: YouTube Scan

Da ist jetzt wohl etwas schief gelaufen: Ein NATO-Land nach dem anderen sagte jetzt doch den Verkauf von Leopard-2-Panzern an die Ukraine ab, nun steht Deutschland alleine als Panzer-Lieferant da – und sorgt damit zusätzlich für außenpolitische Brisanz.

Ein Panzer wie der Leopard ist kein Fahrzeug von der Stange. Je nach Modell kostet er um die drei bis neun Millionen Euro.

 

Autor:  Reinhard Schmitt  

Das sind die aktuellen Fakten zu der groß angekündigten Panzer-Lieferung der NATO-Staaten an die ukrainischen Streitkräfte:

Neben der deutschen Zusage zur Lieferung von 14 Leopard 2 A6 gibt es demnach bislang nur aus Portugal die Ankündigung, drei (!) solcher Panzer zur Verfügung zu stellen, berichtet aktuell das deutsche Nachrichtenmagazin Focus.

Weitere Leopard 2 A6 seien derzeit nicht im Gespräch, sagt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. Bei Panzern vom Typ Leopard 2 A4 aus Polen gebe es möglicherweise Probleme, was den Zustand und die Einsatzfähigkeit des Kriegsgeräts angehe. Polen hatte 14 Panzer zugesagt – eine schnelle Lieferung ist nun allerdings unwahrscheinlich.

Kanada hat drei und Norwegen hat acht Leopard 2 versprochen, Spanien wolle zwischen vier und sechs liefern, doch auch aus Madrid fehle noch immer die offizielle Zusage.

Fazit: Neben den deutschen 14 Leopard 2 A6 rollen nur noch drei weitere aus Portugal in die Ukraine.

Das Duplizieren

Die Niederlande und Dänemark wollen trotz einer ersten Zusage nun doch überhaupt keine Leopard-2-Panzer mehr liefern. Die Niederlande hatten zuvor 18 von Deutschland geleaste Leopard 2 in Aussicht gestellt, die Teil des deutsch-niederländischen Bataillons sind. Diese stünden nicht für die Ukraine zur Verfügung, berichtet die Welt.

Aus dänischen Regierungskreisen hieß es dazu, dass das Land keinen seiner modernen 44 Leopard-2-A7-Panzer liefern werde. Zugleich wird klar, dass auch Finnland keine Panzer bereitstellt, solange das Land nicht Teil der NATO sei, das gelte auch für Schweden, das bislang ohnehin keine Leopard-Panzer liefern will.

Somit ist nur die Lieferung von 17 Leopard-2-Kampfpanzern an die Ukraine fix. Dabei zeigt sich mittlerweile, dass die Einschulung der ukrainischen Mannschaften trotz „Turbo-Kurs” auch noch zwei Monate dauern werde.

Und: Die USA stellten bereits vor wenigen Tagen klar (der eXXpress berichtete), dass ihre zugesagten M1-Abrams-Kampfpanzer frühestens zum Jahreswechsel 2023/2024 in Europa eintreffen werden.

Die deutsche Regierung steht nun mit ihrer Panzer-Politik ziemlich alleine da – was außenpolitisch insofern extrem brisant ist, da in der Russischen Föderation niemals vergessen wird, dass Deutschland im II. Weltkrieg für den Tod von 27 Millionen russischen Bürgern verantwortlich war.

Anmerkung der Redaktion:
Der Artikel ist bereits vor vier Wochen im Wiener Exxpress veröffentlicht worden. Seither können sich einige Aussagen durchaus überholt haben. 

 

________________________

Für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor verantwortlich.
Dabei muss es sich nicht grundsätzlich um die Meinung
der Redaktion des Magazins DerRevolutionär handeln.
________________________

.

Wir weisen darauf hin, dass die Redaktion des Magazins es sich vorbehält, interessante Kommentare, die in den sozialen Medien auf diesen Artikel erscheinen, unten als Kommentar zu platzieren. 

.

Der Der Revolutionär ist ursprünglich als Der-Heinrich-Schreiber-Blog ins Leben gerufen worden, um über aktuelle Themen aus marxistisch-leninistischer Sicht zu berichten bzw. diese zu kommentieren.

Leider ist die bestehende Sichtweise über den Weg zum Sozialismus vielfach verfälscht, gelegentlich auch revisionistisch unterwandert und hat mit einer kommunistischen Ideologie wenig, gelegentlich auch gar nichts mehr zu tun.

Daher stellt dieses OnlineMagazin kommunistische Weltanschauung zur Diskussion. Viele Autoren, auch die Redaktion, befinden sich heute, durch unsere Altersstufe bedingt, im Ruhestand. Wir alle möchten aber unsere Erfahrungen als frühere „Parteikader“ weitergeben. Diese haben wir in der marxistisch-leninistischen Parteiarbeit und politischen Auseinandersetzung der 1970er und 80er Jahre gesammelt. Meinungsartikel und Gastbeiträge – auch wenn sie gelegentlich von der Meinung der Redaktion abweichen –  sorgen für ein breites Meinungs- und Informationsspektrum.

.

Ihr könnt dies Magazin unterstützen, indem ihr:

  • Freunden, Bekannten, Kollegen und Gleichgesinnten
    von diesem OnlineMagazin DER REVOLUTIONÄR erzählt;
  • Einen Link zu diesem Magazin an sie versendet;
  • Die jeweiligen Beiträge teilt oder mit einem Like verseht; 
  • Eine Empfehlung in den sozialen Medien postet;
  • Die Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit durch Artikel,
    Leserbriefe, Videoberichte und Kritiken unterstützt,
    gerne auch als Gastartikel oder Volkskorrespondent;
  • Unsere Seite bei Facebook mit einem Like verseht;
    (
    https://www.facebook.com/DerRevolutionaer);
  • Folgt dem Magazin bei Twitter ( https://twitter.com/HSintern ).
  • Folgt dem kostenlosen InfoKanal bei Telegram
    ( https://t.me/Der_Revolutionaer )

Über Gastartikel 189 Artikel
Gastbeiträge geben nicht grundsätzlich die Ansicht des OnlineMagazins wieder. Die Voraussetzung für Gastbeiträge sind, sie dürfen nicht über rassistische, faschistische oder antikommunistische Inhalte verfügen. Für die Inhalte des Gastbeitrages ist der Autor selber verantwortlich