Die Lehre des Marxismus-Leninismus | Teil 3 von 9

1. Mai 1953 - Kampftag der Werktätigen für Frieden, Einheit, Demokratie und Sozialismus Demonstration auf dem Marx-Engels-Platz in Berlin.

Über die illegale Parteiorganisation und konspirative Tätigkeit
und wie man dabei die legalistischen, sektiererischen, versöhnlerischen und zentristischen Fehler vermeidet
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3. Der Aufbau der illegalen Organisation

(Lenin, Werke, Band 18, Seite 450-452)

1. Die Ergebnisse der Arbeiterbewegung und der Arbeit der Partei im Jahre 1912 zusammenfassend, stellt die Beratung fest:

Die einsetzende neue Welle revolutionärer Massenaktionen hat voll und ganz die Richtigkeit der früheren Beschlüsse der SDAPR (und insbesondere der Januarkonferenz 1912) in der Frage des Parteiaufbaus bestätigt. Der Verlauf des Streikkampfes im Jahre 1912, die sozialdemokratische Wahlkampagne bei den Wahlen zur IV. Duma, der Verlauf der Versicherungskampagne usw. haben unzweifelhaft gezeigt, dass in der gegenwärtigen Epoche die illegale Partei als Summe von Parteizellen, die von einem Netz legaler und halblegaler Arbeitervereinigungen umgeben sind, der einzig richtige Typ des Organisationsaufbaus ist.

2. Unbedingt erforderlich ist die Anpassung der Organisationsformen des illegalen Aufbaus an die örtlichen Bedingungen. Vielfältige Formen zur Tarnung der illegalen Zellen und ein möglichst elastisches Vorgehen bei der Anpassung der Arbeitsformen an die örtlichen Bedingungen und Lebensverhältnisse sind das Unterpfand für die Lebensfähigkeit einer illegalen Organisation.

3. Die wichtigste unmittelbare Aufgabe auf dem Gebiet des Organisationsaufbaus besteht gegenwärtig darin, in allen Fabriken und Werken nur auf Parteibasis gebildete illegale Betriebskomitees zu schaffen, die sich aus den aktivsten Arbeitern zusammensetzen. Der gewaltige Aufschwung der Arbeiterbewegung schafft die Bedingungen, unter denen es an den weitaus meisten Orten möglich wird, wieder Betriebsparteikomitees zu schaffen und die bestehenden Komitees auszubauen.

4. Die Beratung weist darauf hin, dass jetzt durchaus die Notwendigkeit herangereift ist, aus den verstreuten, örtlichen Gruppen in jedem Zentrum eine leitende Organisation zu schaffen.

Als Typ einer Stadtorganisation hat sich zum Beispiel in Petersburg das leitende Stadtkomitee herausgebildet, das mittels einer Kombination des Prinzips der Wählbarkeit durch die Bezirkszellen und des Prinzips der Kooptation gebildet wurde. Ein solcher Organisationstyp ermöglicht es, zwischen dem leitenden Organ und den unteren Zellen die engste und unmittelbarste Verbindung herzustellen und gestattet es zugleich, ein zahlenmäßig begrenztes, bewegliches und höchst konspiratives Exekutivorgan zu schaffen, das berechtigt ist, jederzeit im Namen der ganzen Organisation aufzutreten. Die Beratung empfiehlt diesen Typ, angepasst an die örtlichen Bedingungen und Lebensverhältnisse, auch für die anderen Zentren der Arbeiterbewegung.

5. Um eine enge Verbindung zwischen den Lokalorganisationen und dem ZK herzustellen und um die Parteiarbeit anzuleiten und zu vereinigen, erachtet es die Beratung für dringlich erforderlich, in den Hauptbezirken der Arbeiterbewegung regionale Zentren zu schaffen.

6. Als eine der wichtigsten praktischen Aufgaben zur Herstellung einer ständigen Verbindung zwischen dem ZK und den lokalen sozialdemokratischen Gruppen sowie zur Schaffung elastischer Formen der Anleitung der örtlichen Arbeit in den großen Zentren der Arbeiterbewegung wird empfohlen, das System der Vertrauenspersonen einzuführen. Die Vertrauenspersonen sollen sich aus den örtlichen Arbeiterführern rekrutieren. Nur die fortgeschrittenen Arbeiter können mit ihren eignen Kräften den zentralen Apparat der Partei in den einzelnen Orten wie auch in ganz Russland festigen und stärken.

7. Die Beratung spricht den Wunsch aus, dass das ZK möglichst oft Beratungen mit den örtlichen Parteifunktionären organisiert, die auf den verschiedenen Gebieten der sozialdemokratischen Arbeit tätig sind.

8. Die Beratung erinnert an die wiederholten Beschlüsse der Partei, die darauf hinweisen, dass eine Arbeiterpartei nur durch regelmäßige Mitgliedsbeiträge und Sammlungen der Arbeiter existieren kann. Ohne solche Sammlungen ist besonders unter den gegenwärtigen Bedingungen die Existenz auch nur der bescheidensten zentralen (örtlichen und gesamtrussischen) Parteiinstitution absolut unmöglich.

9. (wird nicht veröffentlicht).

Was die Struktur und Zusammensetzung der Partei selbst betrifft, so war Lenin der Auffassung, dass die Partei aus zwei Teilen bestehen muss:

a) aus einem engen Kreis ständig leitender Kader – das heißt Parteiarbeiter, dem hauptsächlich Berufsrevolutionäre angehören sollten, das heißt Parteiarbeiter, die von allen anderen Arbeiten außer der Parteiarbeit befreit sind, die über das nötige Mindestmaß theoretischer Kenntnisse, politische Erfahrung, organisatorischer Fertigkeit und über ein Mindestmaß der Kunst verfügen, den Kampf gegen die zaristische Polizei zu führen, die Kunst, sich vor der Polizei zu verbergen und

b) aus einem weit verzweigten Netz von Peripherie-Parteiorganisationen, aus einer zahlreichen Masse von Parteimitgliedern, die von der Sympathie Hunderttausender von Werktätigen umgeben sind und von ihnen unterstützt werden.“ (Geschichte der KPdSU (B), Seite 43 f.)

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Die Zusammenstellung wurde entnommen
dem Schulungstext der Komintern-ML.
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