Muss Deutschland wieder kriegstüchtig werden?

Tausende Menschen haben am Osterwochenende bei den Ostermärschen für Abrüstung und Frieden demonstriert.

Was ich noch sagen wollte
Ein Kommentar von Heinrich Schreiber – 03. April 2024 |

Mit Blick auf den Ukraine- und den Gaza-Krieg forderten sie vor allem Verhandlungen. Außerdem wurde für atomare Abrüstung und eine Reduzierung der Rüstungsausgaben demonstriert. Es ist nicht nur Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der, wenn es nach seinem Willen ginge, die gesamte Bundesrepublik kriegstüchtig machen möchte. Sein Verhalten kommt eher einem Kriegsminister gleich. So wird gegenwärtig von allen Seiten, und die bürgerliche Journaille stimmt kräftig mit ein, Russland als Aggressor dargestellt, gegen den wir gewappnet sein müssen. Wenn es nach Christich Demokratischen Politikern ginge, würden schon heute mit Mittelstreckenraketen (natürlich deutscher Bauart – man will ja mitverdienen), russische Behörden und Kasernen beschossen werden. Da muss man ja beinahe gut finden, wenn in Schulen, wohl bald auch in den Kindergärten, eine Vorbereitung auf einen Krieg stattfindet. Aber diese Vorbereitung hat nur ein Ziel, im Kanon europäischer Kriegslust, Russland ist auch dein Europäischer Staat, mitspielen zu wollen.

Wir Kommunisten haben für solche Kriege kein Verständnis. Dass ein Land sich verteidigen will, ist auch aus unserer Sicht legitim. Wir können hier nur kein „sich verteidigen“ erkennen. Und nebenbei bemerkt, mit sog. Friedensmärschen ist noch nie ein Krieg verhindert worden. Um Kriegspläne durchzusetzen hat die herrschende Klasse schon immer ihr Ziel blutig erkämpft. Es sind imperialistische Kriege und wir müssen tatsächlich einen SPD-Politiker zitieren der da am 03. Dezember 2013 vor 45 Gymnasiasten in der »Reichpräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte« in Heidelberg sagte:

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken sie sich das, egal, was man ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

Daher ist unsere Parole:

Krieg dem Imperialistischen Krieg, ein Aufruf zu Verteidigung.
Gegen die Wut der imperialistischen Kriegstreiber.

Und um es deutlich zu sagen, was ja in unserer angeblichen Demokratie nicht erlaubt ist, wir wissen was wir dann tun. Warum ich das so schreibe? Weil unser Genosse Martin P. Für die Aussage im Flugblatt, dass wir wie im November 1918 die Gewehre umdrehen werden, eine mehrmonatige Haftstrafe (7 oder 9 Monate, ich erinnere mich nicht mehr so genau) dafür erhielt. Das ist zwar schon 40 Jahre her, aber ich erinnere mich noch gut an das schadenfreudige Gelächter einiger DKP Bosse. Selbst in einer solchen Situation zeigen sie keine Solidarität, sondern sind und bleiben moderne Revisionisten und damit Verräter des Marxismus-Leninismus. 

Daher in diesem Sinne und nicht vergessen:

Hoch die Faust und mutig vorwärts
Dieser Staat muss zertrümmert werden

Euer 
Heinrich Schreiber

 

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Über Heinrich Schreiber 272 Artikel
Heinrich Schreiber hat ein Leben gelebt, das kaum unterschiedlicher hätte sein können: gelernter Photokaufmann, Werkzeug- und Kopierschleifer im Akkord, selbstständiger Wirtschaftsberater. Diese Stationen haben seinen Blick auf Arbeit, Kapital und gesellschaftliche Widersprüche geprägt wie kaum etwas anderes. Den entscheidenden politischen Anstoß gab das Jahr 1967, als die Erschießung Benno Ohnesorgs durch die Polizei eine ganze Generation aufweckte. Für Heinrich war es der Beginn eines jahrzehntelangen Engagements in der Gewerkschaftsjugend, der Roten Garde Kiel/ML und später in der KPD/ML. Heute, als Vater von vier Kindern und erfahrener Beobachter politischer Entwicklungen, schreibt und publiziert er weiter.

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