Privateigentum und Ausbeutung in der Klassengesellschaft heute

Das reichste 1 Prozent der Menschheit besitzt so viel wie 3,6 Milliarden Menschen — die ärmsten 50 Prozent der Menschheit

»Kaiser & Lenz – Privateigentum: Wie weit darf Eigentum reichen? – Gunnar Kaiser ist der Meinung, je mehr sich der Staat einmischen darf, desto größer ist der Schaden für alle Beteiligten. Der Staat könne nie so flexibel, nie so gerecht sein, wie der Markt und seine Individuen.«

Vgl. auf apolut. *

Gastbeitrag und Kommentar
von Reinhold Schramm
14. November 2021 |

Irwish sagt: „die derzeitige Wirtschaftsordnung führt doch schon lange zur Versklavung. Herr-Knecht-Beziehungen bestimmen doch schon sehr sehr lange die menschlichen Gesellschaften“.

Privateigentum und Ausbeutung

Oder: aus der psychologischen Aufarbeitung persönlicher Erfahrung mit Ausbeutung im Kapitalismus (in der sogenannten „Sozialen Marktwirtschaft“ der politischen Eliten und korrupten ideologischen ZuhälterInnen in allen bürgerlichen Parteien, Parlamenten und Regierungen – der Bourgeoisie und Aktionäre).

► Noch in guter Erinnerung, die privaten Eigentümer der Firma „Möbel aus Berlin“ (MAB), im damaligen Westberliner Bezirk Tempelhof, in Lichtenrade, lassen sich für 8,5 Millionen DM eine Luxusvilla – mit 16 Gästezimmer – in Westdeutschland erbauen. Das war in den 1970er Jahren. Die Umzäunung für das Grundstück kostete damals rund 40.000 DM.

Auf einer Personalversammlung 1971 in der Firmenkantine forderten Kollegen eine Warmwasseranlage für rund 60.000 DM – für die etwa 500/600 MitarbeiterInnen. Der Firmeneigentümer erklärte vor der Belegschaft, dass hierfür z. Z. nicht die finanziellen Mittel vorhanden wären. Zu jener Zeit wussten die meisten Mitarbeiter noch nichts von seinem privaten Luxusbau. Erst Jahre später hatte ich von einem MAB und Spanplattenwerk Mitarbeiter über den Umfang und die Kosten des Bauprojekts erfahren.

Die Arbeiter der Firma MAB und des angeschlossenen Spanplattenwerks (in Lichtenrade) arbeiteten vor allem im Akkordlohn. Anfang 1971 machten wir in der Möbelmontage noch die körperlich und psychisch schmerzhafte Erfahrung, wie über die Anwendung der REFA-Zeitermittlung, die Arbeitszeiten für die Ausführung der einzelnen Handgriffe erheblich abgesengt wurde. Infolge musste man für einen zuvor vergleichbaren Arbeitslohn in der gleichen Zeiteinheit eine um 15 bis 20 Prozent höhere Arbeitsleistung erbringen.

PS: Das Firmen- und Abschreibungsprojekt MAB und Berliner Spanplattenwerk im Westberliner Bezirk Tempelhof–Lichtenrade wurde damals vom Regierenden Bürgermeister und vom Westberliner Senat öffentlich und medial gefeiert.

► Die Eigentümerfamilie und Multimillionäre verfügten damals über ein Kapital und Privatvermögen von etwa 200 Millionen DM. Sie waren auch die Betreiber einer Tankstellenkette in Westdeutschland. Die Firmenniederlassung in Westberlin diente der vom westdeutschen Staat und Bundesregierung beförderten Abschreibung: Steuerersparnis und Vermögensanhäufung, für (vorgebliche) Investitionen in Westberlin.

* Vgl. Kaiser & Lenz – Privateigentum: Wie weit darf Eigentum reichen? – apolut.net

https://apolut.net/kaiser-lenz-privateigentum-wie-weit-darf-eigentum-reichen#comment-232493

14.11.2021, R.S.

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